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Majestätischer Blick auf die Königsschlösser – Über 1.000 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 absolvieren „Alpendistel“

Abgelegt in Gebirgsjäger, Militärische Wettkämpfe von am 30. November 2017 0 Comments • views: 491

Hoch über den Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau legten die Soldatinnen und Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 vom 18. bis 29. September ihr Gebirgsleistungsabzeichen ab. Diesmal wurde die Übung „Alpendistel“, nachdem sie im letzten Jahr im Karwendel und in der Soierngruppe stattfand, in den Ammergauer Alpen ausgetragen.

Zwei anstrengende Tage in den Ammergauer Alpen

Für die Organisation der Übung war das Gebirgsaufklärungsbataillon 230 aus Füssen verantwortlich. Während der zweiwöchigen Übung stellten alle Verbände und Einheiten der Gebirgsjägerbrigade 23 sowie internationale Gäste aus Frankreich, Österreich und den USA ihr alpinistisches Können unter Beweis. Obwohl sich derzeit viele Soldaten in den Auslandseinsätzen befinden, wiesen über 1.000 Soldatinnen und Soldaten ihre alpinen Fähigkeiten nach.
Für jeweils zwei Tage fanden alle Bataillone und selbstständigen Einheiten der Gebirgsjägerbrigade den Weg nach Füssen. Dort mussten sie bei wechselhafter Witterung zwei Bergmärsche mit verschiedenen Übungseinlagen wie Abseilen, Begehen eines Seilgeländers und Versorgung eines Verletzten, absolvieren.

Königliche Aussichten für die Übungsteilnehmer

Bereits früh morgens führte der Weg am Schloss Neuschwanstein vorbei über ein eigens angelegtes Seilgeländer zum Gipfel des Branderschrofens. Auf dem höchsten Punkt des Tegelberg-Massivs erwartete die Soldatinnen und Soldaten ein majestätischer Blick aus 1.881 Metern Höhe über die Königsschlösser und das Voralpenland. Doch dies war nur ein positiver Nebeneffekt der Übung. Schnell ging es wieder zurück zum Ernst der Lage, als die Soldatinnen und Soldaten nach dem Abstieg zum Schwansee in einer Übungseinlage einen verunglückten Kameraden mit einem offenen Knochenbruch versorgen und auf einer Trage abtransportieren mussten. Die letzten Meter des Tages führten zu einer Abseilstelle. Mit schwerem Gepäck und Waffe seilten sie sich knapp 30 Meter ab, bevor es nach rund elf Stunden Marsch zurück in den Biwakbereich ging.

Hochgebirgsjägerzug sorgt für krönenden Abschluss

Nach einer kurzen Nacht im Hochgebirgszelt brachen die Marschgruppen vor Anbruch des Morgengrauens auf. Über vom Wetter stark gezeichnete Wege mit mehreren Kletter- und Seilgeländerpassagen stiegen sie auf den Gipfel des Säulings. Auf den letzten 200 Höhenmetern unter dem 2.047 Meter hohen Gipfel sorgte der Hochgebirgszug 233 aus Mittenwald für einen besonderen Höhepunkt der Übung. Die Soldaten hatten eigens für die „Alpendistel 2017“ ein Seilgeländer angelegt. „Dieses Seilgeländer ist etwas ganz Besonderes für mich“, stellte der 21-jährige Gefreite Manuel Baumgartner fest, der zum ersten Mal an der Übung teilnahm, „wahrlich ein krönender Abschluss, hoch über den Allgäuer Schlössern, der einen für die Anstrengungen belohnt.“
Nach etwa 40 Kilometern Marschstrecke mit rund 2.700 Höhenmetern im Aufstieg erreichte auch der 28-jährige Oberstabsgefreiter Achim Kessler erleichtert die Kaserne in Füssen: „Ich bin zum vierten Mal dabei und es geht jedes Mal besser. Ich finde es gut, dass die Kameraden unabhängig von Alter und Dienstgrad an der Alpendistel teilnehmen und wir uns so besser kennenlernen können.“
Die „Alpendistel“ wird ab nächstem Jahr in einer abgewandelten Form stattfinden. Dann wird jedes Bataillon der Gebirgsjägerbrigade 23 seine eigene Leistungsüberprüfung in ihren Hausbergen abhalten. Bevor die Soldatinnen und Soldaten das Gebirgsleistungsabzeichen erwerben, müssen sie jedoch zuerst noch den Winterteil absolvieren.

Text und Fotos: Christian Bottek, Pressestelle Gebirgsjägerbrigade 23

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