Trainingslager mit anschließendem Wettkampf der militärischen Fünfkämpfer in Brasilien

Am Montag, den 11.03.2019  um 7:30 startete unser Flug nach Rio de Janeiro für ein 2 wöchiges Trainingslager mit anschließendem Wettkampf. Die Anreise erfolgte bis in die frühen Morgenstunden des Dienstages, da unsere Waffen am Flughafen kontrolliert wurden und uns unterwegs ein geplatzter Reifen begleitete.

Nach der ersten kurzen Nacht wurden wir sehr herzlich von den brasilianischen Offizieren in Empfang genommen und uns wurde zunächst die Kaserne gezeigt, bevor wir mit den ersten beiden Trainingseinheiten, bei bis zu 40 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit, begannen.

Am Mittwoch erkundeten wir die Trainingsstätten und trainierten das Schwimmen und die Hindernisbahn. Die Trainingsanlagen gefielen uns auf den ersten Blick. Wir lernten auch das brasilianische Fünfkampf-Team genauer kennen. An diesem Morgen kam außerdem unser Physiotherapeut an, für welchen die Anreise nicht so reibungslos verlief wie für uns. Nichtsdestotrotz war es notwendig und erfreulich ihn in unserem Team zu haben. Er sollte uns später noch sehr helfen können.

Wir trainierten den Rest der Woche bis zu 3 Einheiten am Tag und wurden außerdem am Freitag zusammen mit den Italienern und Argentiniern zu einem Grillfest der Brasilianer eingeladen. Auch hier freundeten wir uns weiter, gemäß dem CISM-Motto: „Friendship through sports“, mit den anderen Nationen an.

Am Sonntag genossen wir unseren ersten freien Tag auf einer Sightseeing-Runde zur Jesus-Statue, dem Zuckerhut und der Copacabana, bevor am Montag der Umzug in eine andere Kaserne bevor stand, um für die Wettkämpfe kürzere Wege zu garantieren. Es reisten ebenso die anderen Nationen wie Russland, China und brasilianische Kadetten an. Somit waren alle Nationen vor Ort und konnten sich an diesem Tag mit den Wettkampfstätten vertraut machen.

Der Dienstag stand ganz im Sinne der Regeneration mit einem lockeren Lauf und dem Materialcheck vor dem Wettkampfbeginn.

1. Wettkampftag Schießen und Hindernisbahn

Der Wettkampf begann mit dem Schießen auf einer 300 Meter Schießanlage. Hier konnte das deutsche Team größtenteils überzeugen, allen voran Hauptfeldwebel Sonnenberg, der sich hier den 3. Platz erkämpfte. Auch die beiden Newcomer Hauptgefreiter Obertshauser und Obergefreiter Gaj, die erst seit 3 Monaten zum Team gehören, zeigten eine gute Leistung.

Auf der Hindernisbahn zeigte sich das deutsche Team für den frühen Saisonzeitpunkt extrem stark. Alle Athleten verbesserten ihre persönliche Bestleistung bzw. kamen sehr nah an diese Leistung heran. Hier zahlte sich das gute Training in der ersten Woche vor Ort aus.

2. Wettkampftag Schwimmen und Werfen

Am zweiten Wettkampftag begrüßten uns teilweise heftige Regenschauer bereits beim Schwimmen, welche am Nachmittag noch einmal deutlich zu nehmen sollten. Ungeachtet dessen zeigte das deutsche Team auch hier, wie einen Tag zuvor, dass alle in der Lage waren in die Nähe ihrer Bestleistungen oder sogar besser zu schwimmen. Hervorzuheben sind hierbei Oberfeldwebel Rauch und Hauptfeldwebel Sonnenberg, die sich Platz 2 und 3 erkämpften.

Beim Werfen am Nachmittag blieben alle deutschen Teilnehmer leider hinter den Erwartungen zurück, spiegelten aber das allgemeine Bild aller Teilnehmer wider. Vor dem abschließenden Crosslauf lagen wir dennoch auf guten Platzierungen mit Tuchfühlung zur Spitze.

3. Wettkampftag Crosslauf

Der Crosslauf starte bereits 6:30, weshalb wir um 4:00 aufstanden. Auch hier begleiteten uns, wie einen Tag zuvor, Regenschauer. In diesem Wettbewerb konnten wir den anstrengenden klimatischen Bedingungen etwas trotzen und eine solide Leistung abrufen und uns teilweise noch einmal nach vorn kämpfen.

Am Nachmittag folgte die Siegerehrung und ein Bankett, bevor wir am Samstag nach dem Mittagessen die Heimreise antraten.

Fazit

Aufgrund der klimatischen Bedingungen in Deutschland war es für uns kaum möglich einzelne Disziplinen, wie z.B. die Hindernisbahn zu trainieren. Auch mit den gegenteiligen brasilianischen Bedingungen hatten wir lang zu kämpfen. Manche von uns plagten im Laufe der zwei Wochen gesundheitlichen Probleme. Dennoch konnten drei Athleten unter die ersten 20 Teilnehmer platzieren, Bestleistungen aufstellen und viel Erfahrung sammeln. Ebenfalls die Newcomer konnten einen guten Wettkampf absolvieren. Das Training in Deutschland und in Brasilien vor Ort war sehr hilfreich. Für den Wettkampf war es ebenso hilfreich eine Woche vorher anzureisen, da wir mit den Bedingungen deutlich vertrauter waren.

Einen großen Dank geht an den Physiotherapeuten Hauptfeldwebel Björn Kramer, der uns zu jeder Zeit fit machte und auch bis in die späten Abendstunden therapierte. Seine Expertise half uns nicht nur im sportlichen Bereich.

Text und Fotos: Sportfördergruppe der Bundeswehr Neubiberg

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