Sportsoldaten prägen die EM-Bilanz in Birmingham
Die Europameisterschaften der Leichtathletik in Birmingham/GBR vom 10. bis 16. August 2026 haben aus deutscher Sicht eine bemerkenswerte Bilanz hervorgebracht. 116 Athletinnen und Athleten umfasste das deutsche Aufgebot – darunter 32 Angehörige der Bundeswehr. Mit ihren Leistungen hatten die Sportsoldatinnen und Sportsoldaten maßgeblichen Anteil am deutschen Medaillenerfolg: 13 der insgesamt 21 deutschen Medaillen gingen an Angehörige der Bundeswehr. Das entspricht rund 62 Prozent der deutschen Medaillenausbeute.
Besonders eindrucksvoll ist dabei die Zahl der Goldmedaillen. Gleich fünfmal standen Sportsoldatinnen und Sportsoldaten ganz oben auf dem Podest.
Gesa Krause: Gold über 3.000 Meter Hindernis
Eine der herausragenden Leistungen gelang Gesa Krause. Die Sportsoldatin aus Mainz sicherte sich über 3.000 Meter Hindernis die Goldmedaille. Damit setzte sie einen besonderen Glanzpunkt in der deutschen EM-Bilanz.

Auch Olivia Gürth konnte in dieser Disziplin überzeugen. Sie gewann Bronze über 3.000 Meter Hindernis und komplettierte damit das starke Abschneiden der Bundeswehrathletinnen.
Gold für Ruppert und Weber
Bei den Männern sorgten die beiden Sportsoldaten Frederik Ruppert und Julian Weber für weitere deutsche Goldmedaillen. Ruppert gewann den Europameistertitel über 3.000 Meter Hindernis, Weber setzte sich im Speerwurf durch.

Auch Karl Bebendorf, ebenfalls Sportsoldat aus Frankenberg, stand über 3.000 Meter Hindernis auf dem Podium. Seine Leistung wurde mit Bronze belohnt.

Amanal Petros: Gold im Marathon
Eine weitere Goldmedaille für die Bundeswehr holte Amanal Petros. Der Athlet aus Warendorf gewann den Marathon und trug damit ebenfalls entscheidend zur deutschen Erfolgsbilanz bei.

Sprint: Ansah mit Gold und Bronze
Für ein weiteres Highlight sorgte Owen Ansah. Der Sportsoldat aus Mainz gewann über 200 Meter die Goldmedaille und holte über 100 Meter Bronze. Damit war er einer der erfolgreichsten deutschen Starter in Birmingham.

Auch die deutsche 4×100-Meter-Staffel konnte mit Beteiligung von Sportsoldaten überzeugen. Stabsunteroffizier Lucas Ansah-Peprah gewann mit dem Team Silber; Kevin Kranz steuerte ebenfalls Silber in der 4×100-Meter-Staffel bei. Kranz gewann zudem Silber in der 4×100-Meter-Mixed-Staffel.
Bei den Frauen gewann Sportsoldatin Rebekka Haase mit der deutschen 4×100-Meter-Mixed-Staffel ebenfalls Silber.
Silber für Agyekum und Hummel
Zwei weitere Silbermedaillen gingen an Sportsoldaten in den technischen beziehungsweise laufenden Disziplinen. Emil Agyekum gewann über 400 Meter Hürden Silber. Marlin Hummel sicherte sich im Hammerwurf ebenfalls die Silbermedaille.
Bei den Frauen gewann Stabsunteroffizierin Yemisi Mabry Bronze im Kugelstoßen. Damit setzte auch sie einen Akzent für das starke Auftreten der Bundeswehrathletinnen in Birmingham.
Die deutsche Medaillenbilanz
Nach Abschluss der Wettbewerbe standen für Deutschland insgesamt sechs Gold-, zehn Silber- und fünf Bronzemedaillen zu Buche. Auf die Angehörigen der Bundeswehr entfielen davon fünf Gold-, vier Silber- und vier Bronzemedaillen – insgesamt 13 Medaillen.
Damit haben die Sportsoldatinnen und Sportsoldaten nicht nur quantitativ einen erheblichen Teil der deutschen Medaillenbilanz getragen. Mit Erfolgen in Ausdauerdisziplinen, im Sprint, bei den Hürden, im Speerwurf, Hammerwurf und Kugelstoßen spiegeln ihre Leistungen zugleich die große sportliche Breite des Bundeswehr-Spitzensports wider.
Starkes Zeichen für den Spitzensport
Die Europameisterschaften in Birmingham waren damit auch aus Sicht des Sportsoldatenprogramms ein großer Erfolg. 32 Bundeswehrangehörige gehörten zum deutschen EM-Aufgebot – und mehr als die Hälfte der deutschen Medaillen gingen am Ende auf ihr Konto.
Ob im Stadion, auf der Straße oder im Marathon: Die Sportsoldatinnen und Sportsoldaten setzten in Birmingham zahlreiche Glanzpunkte und trugen entscheidend dazu bei, dass die deutsche Leichtathletik mit einer starken Medaillenbilanz aus Großbritannien zurückkehrte.
- Text: AFP, Rainer Petzold
- Fotos: Ben Stansall/AFP; MI News/NurPhoto/AFP; Paul Ellis/AFP