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3rd Dubai International Parachuting Championship

Filed in Allgemein, Fallschirmspringen by on 18. März 2012 0 Comments • views: 51

Gulf Cup 2011

Deutsches Formationsspringerteam über der Palm Jumeirah.

Insgesamt reisten 560 Wettkampfteilnehmer aus 46 Nationen nach Dubai zur Palm Jumeirah an. Dort wurde beim größten Event des vergangenen Jahres um die Medaillenplätze gekämpft.

Im Fallschirmsport unterscheidet man zwischen den Disziplinen die im freien Fall stattfinden und denen am geöffneten Fallschirm. Die Freifalldisziplinen – z.B. Formationsspringen mit vier, acht oder mehreren Springern – sind zwar technisch anspruchsvoll, haben aber den Nachteil, dass der Zuschauer vom eigentlichen Wettkampfgeschehen nichts mitbekommt. Anders bei den Fallschirmdisziplinen. Hier ist der Zuschauer hautnah am Geschehen und kann live das Ringen um den Sieg erleben. In Dubai waren im letzten Dezember die Freifalldisziplin 4-way Formation Skydiving und die Fallschirmdisziplinen Zielspringen (Klassisch) im Team und Einzelwertung, 2-way und 4-way Canopy Formation und Canopy Piloting – auch als Swooping bekannt – vertreten.

Deutsche Beteiligung

Unter den mehr als 500 Wettkampfteilnehmern befanden sich 28 Deutsche. Für die meisten Sportler war dieses Event auch gleichzeitig Generalprobe für die Mondial, einem Wettkampf in allen Disziplinen des Fallschirmsports, hier stattfinden wird. Neben den angereisten Zielspringern der Sportfördergruppe Fallschirmspringen aus Altenstadt befanden sich noch zwei weitere Soldaten: Oberleutnant Tobias Koch vom Feldjägerbataillon 252 aus Hilden und Leutnant Maik Süptitz von der 2./ Luftlandeunterstützungsbataillon 272 aus Oldenburg im Starterfeld. Beide sind aktive Mitglieder des Nationalkaders im Canopy Piloting und gehören dem German-Swoop-Team an. Durch hervorragende Ergebnisse bei der Deutschen Meisterschaft im Juli 2011 in Bad Lippspringe sicherten sich beide ihren Startplatz für diesen Wettkampf, in dem 106 der besten Swooper der ganzen Welt anreisten.

Spannendes Swoopen

Anders als das klassische Zielspringen, gibt es das Canopy Piloting erst seit einigen Jahren und erfreut sich sowohl bei den Fallschirmspringern als auch bei den Zuschauern steigender Beliebtheit. Das Beherrschen des Fallschirms und die hohe Geschwindigkeit knapp über dem Boden bzw. auf dem Wasser machen wohl die Faszination am Swoopen aus. In einem Wettkampf werden in den drei verschiedenen Disziplinen je drei Sprünge absolviert. Distance, Speed und Zone Accuracy. Bei allen muss der Fallschirmpilot durch eine Lichtschranke in 1,50 Metern Höhe fliegen, dem so genannten Gate. Bei Distance zählt nach dem Gate der erste Auftreffpunkt im Kurs. Hier liegt der aktuelle Weltrekord bei ca. 220 Metern. Beim Speed muss der Pilot einen 70 Meter langen Kurs durchfliegen, der 75 Grad um die Kurve geht. Hier darf der Pilot auf keinen Fall höher als 1,50 Meter fliegen. Der Weltrekord liegt bei knapp 2 Sekunden. Die letzte und schwerste Teildisziplin ist das Zone Accuracy. Nachdem der Pilot mit seinem Fuß eine Linie auf dem Wasser durch vier Gates gezogen hat, muss er stehend in einer 2×2 Meter großen Box landen, um volle Punkte zu erhalten. Als wenn das nicht schon schwierig genug ist, hat man in Dubai entschieden noch eine weitere Disziplin zu fliegen, um den Zuschauern noch mehr zu bieten. Beim Freestyle werden vorher festgelegte Figuren auf dem Wasser geflogen.

Süptitz im Speedparcour

Schwere Bedingungen

Auf Grund des zwischendurch zu starken Windes, wurde der Wettkampf an einigen Tagen zeitweise unterbrochen. Die Aufholjagd um eine noch bessere Platzierung zu erreichen, konnte nicht fortgesetzt werden. Durch schlechtes Wetter und wegen Zeitmangels konnten die letzten Runden in Speed und in Distance nicht mehr geflogen werden. Das hohe Niveau im Wettkampf hatte zur Folge, dass Koch und Süptitz durch eine Null-Runde am Ende des Wettkampfes auf den Plätzen 34 und 46 von 106 Teilnehmern landeten.

Informationen, Videos und Bilder zu diesem und andere nationale und internationale Wettkämpfe mit Ergebnissen können auf www.german-swoop-team.de eingesehen werden.

Fotos: Maik Süptitz, Frank Täsler

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