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Ein elektrisierendes Fahrgefühl

Filed in Allgemein, Mountainbike by on 26. Juli 2012 1 Comment • views: 80

E-Bikes sind im Kommen. Die Verkaufszahlen steigen stetig.Beliebt sind dabei die sogenannten Pedelecs, welche den Fahrer mit Hilfe eines speziellen Elektromotors und einer elektronischen Regelung beim Pedalieren unterstützen. Eine Technik, die auch bei den MTBs Einzug hält. Wir haben es probiert.

Das Grinsen steht dem Fahrer ins Gesicht geschrieben. Locker tretend geht es mit einem vergleichsweise hohen Tempo über einen Waldweg. Dann eine Steigung. Ein kurzer Druck auf die Steuereinheit und auf die Gangwahlschalter, dann geht es weiter voran. Es sei, so das Resümee der kurzen Testfahrt, als ob von hinten jemand anschiebt. Das meint der Testpilot, der kaum von dem KTM-Bike absteigen möchte.

Technologie

Das System nennt die österreichische Bike-Schmiede BionX, welches die Leistung die auf das Pedal gebracht wird unterstützt. Mal mehr, mal weniger. Das analysiert ein Drehmomentsensor auf der Motorachse und dosiert die zusätzlich erforderliche Elektro-Leistung. So wird die Kraft optimal ausgeglichen und ein zügiges Vorankommen gewährleistet. Der verbaute Nabenmotor dient gleichzeitig als Generator. Bei Betätigung einer der beiden Bremshebel oder durch Nutzung einer der vier Rückgewinnungsstufen, wandelt der Motor die Energie in elektrischen Strom um und lädt so die Batterie beim Fahren wieder auf. Je nach Streckenbeschaffenheit und gezieltem Einsatz der Rückladung kann eine Verlängerung der Reichweite von bis zu 15% erreicht werden. Diese liegt normalerweise bei etwa 100 Kilometern, was für eine durchschnittliche MTB-Tour ausreichen dürfte. Das neue Akkuladegerät ist klein wie ein Laptop-Netzteil und kann somit leicht auf jede Reise mitgenommen werden, dabei sorgt es in kürzester Zeit für Powernachschub.

Mit der einfach zu bedienenden Konsole stellt man das System nach den individuellen Wünschen ein. Neben Funktionen wie beim Fahrradcomputer, informiert die beleuchtete LCD Anzeige über die Geschwindigkeit, die verbleibende Akkuleistung, sowie die vorgewählte Unterstützungs- oder Rückladesstufe.

Viel MTB für’s Geld: In der Preiskategorie des Lycan sind Bauteile der führenden Hersteller obligatorisch. KTM bildet da keine Ausnahme. Für 3.600 € fehlt es dem Bike an nichts.

Nabe: neben dem Akku-Pack im Rahmen das deutlichste Merkmal des E.MTBs. Hier trifft die Muskelkraft auf Elektropower. 4

Hoher technischer Standard: DT-Swiss liefert die Federelemente. Die Schweizer Firma ist einer der führenden Hersteller auf dem Markt und stattet normalerweise die Top-Bikes der Szene aus. Der neue 48V Hochleistungsakku bietet ein Maximum an Energieeffizienz. Innovative LiMn Zellen sorgen bei verringerter Baugröße und gesteigerter Kapazität für eine optimale Reichweitenausnutzung.

Das Bike

Beim eLycan handelt es sich im Grunde um das All-Mountain-Fully Lycan von KTM, das mit soliden Komponenten – Shimano XT und SLX – sowie einer handlichen Geometrie überzeugen kann. Diese Eigenschaften hat die Elektroversion übernommen und glänzt statt mit dem Mix mit einer kompletten XT-Ausstattung. Und so schiebt sich das Bike spielerisch auch über schmalste Pfade und wellige Untergründe. Die Federelemente von DT-Swiss – einem der führenden Hersteller auf dem Gebiet – liefern hohen Komfort und absolute Kontrolle. Die Elektropower reicht bisweilen aus, um auch ohne Pedalbewegung etliche Meter gut zu machen. Vorteilhaft bei Hindernissen, wo sich der Fahrer dann ausschließlich auf die Balance konzentrieren kann. Spaß bringt die KTM beim Anfahren in Steigungen, was normalerweise für den MTB-Fahrer problematisch werden kann. Mit Unterstützung kommt schneller Schwung in die Fuhre und somit auch Stabilität. Weiterhin hält das Bike in Sachen Ausstattung mit den besten All-Mountains des Marktes mit. Lediglich rund 19 Kilogramm schrecken den Gewichtsfanatiker.

All-Mountain-Fully mit „Rückenwind“: Das eLycan ist ein ausgereiftes, handliches MTB mit Topp- Ausstattung. Das zusätzliche Kraftpaket integriert sich gut in das Design. Trotz 18,9 Kilo ein Leicht- gewicht unter den Pedalics.

Pro und Contra

E-Bikes polarisieren. Für die Puristen unter den Sportlern geht das gar nicht. Technik-Fans werden aber ihre Freude am Zusammenspiel von Muskel- und Motorkraft haben. Ziele können mit dem E-MTB schneller erreicht werden, da die Durchschnittsgeschwindigkeit höher ist als bei herkömmlichen Bikes. Da die Fahrt weniger ermüdend ist, erhöht sich der Aktionsradius und weiter entfernte Ziele können angepeilt werden. Wer bisher für den MTB-Sport nichts übrig hatte, den könnte aber das Lycan eines Besseren belehren. Statt neben den Kumpels herzuhecheln, kann man mit dem KTM mithalten. Späteinsteiger in den Sport werden das zu schätzen wissen. Und schließlich kann das leichteste E-Bike des Marktes auch als herkömmliches MTB genutzt werden.

MTB-Spaß: Spielerisch lässt sich das All-Mountain über den Trail manövrieren.

Für 3.600 Euro gibt es ein Topp-Mountainbike mit zusätzlicher Unterstützung und einem riesigen Spaßfaktor.

Text und Fotos: Kerstin Wilke

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Comments (1)

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  1. Eiglmeier Roland sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe am 20.08.2013 ein KTM E-Bike Elycan 48 Volt erworben.
    Seitdem war ich schon 4mal beim Fahrradhändler zur Reparatur.
    Es sind meiner Meinung nach folgende Mängel, die ich nicht für gut finden kann.

    Mängel:
    Die Anfahrhilfe greift erst bei 3Kmh ( Bergauf stehend kann ich nicht losfahren, weil die Unterstützung zu spät eingreift. )
    Laut Bedienungsanleitung habe ich Unterstützung bis 6Kmh
    Kann man die Anfahrhilfe einstellen, daß sie eher eingreift. ?

    Beim BionX Bremssystem ist beim Ziehen der Bremshebel ein Widerstand Bzw. ein festhaken, dies beim Betätigen der Bremsen überspringt ( ein kontrolliertes bremsen ist ab und zu unmöglich. )
    Darf beim bremsen ein haken, festhängen sein.?

    Wenn das Rad im Freien steht spinnt die Elektronik.
    Kann das sein, daß die Elektronik keine Feuchtigkeit oder soger Nässe, Regen verträgt.?

    Der Rahmendämpfer hat einen Verstellhebel für hart und weich, in der Position weich arretiert, rastet der Verstellhebel nicht ein. ( ich glaube der Hebel verstellt sich von alleine. )
    Ist das Normal. ?

    Ich muß leider zugeben das ich vom Rad, Preis und besonders vom Radgeschäft, Werkstatt enttäuscht bin.

    Ich würde mich über Ihre Meinug, der aufgefürten Problemen freuen.
    Was kann, oder soll ich tun. ?

    Ich bedanke mich im vorraus.
    Gruß: Eiglmeier

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