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Vom Schwarzwald übers Ötztal und Livigno nach London

Filed in Allgemein, Mountainbike by on 26. Juli 2012 0 Comments • views: 60

Oberfeldwebel Adelheid Morath ist gut in die Saison 2012 gestartet. Mit der Olympianorm in der Tasche ist sie dem großen Ziel ihrer zweiten Olympia-Teilnahme ganz nah. Spannung und Motivation sind heuer so hoch wie nie zuvor!Der Weg nach London führte für die 27-jährige Sportsoldatin über die Weltcup-Teilnahmen. „Geschafft. Ich bin dabei“, freut sich die sympathische Badenerin. Doch in Wahrheit führt der Weg auch über viele Trainingsstationen. Daheim  findet Adelheid ein ausgezeichnetes Revier vor dem Tor der Schwarzwaldkaserne in Todtnau. „Das ist mein Hausrevier. Hier kenne ich die besten Wege“, schwärmt sie und ist der Meinung, dass Mittelgebirge ohnehin die besten Trainingsmöglichkeiten und Abwechslung für Mountainbiker bieten.

Freude am Biken

Doch mit dem Mountainbike-Sport verbindet man Alpenpanorama und Gebirgslandschaften, die in der Heimat ihres Teams „Felt Ötztal X-Bionic Worldcup Team“ reichlich vorhanden sind. „Das Ötztal in Tirol ist eine der schönsten Gegenden zum klassischen Biken“, sagt Adelheid, die dort etliche Trainingskilometer und Höhenmeter abspult. Im Sommer zieht es die Bundeswehrsportlerin aber gerne nach Italien. In Livignio absolviert sie ihr Höhentraining, „kann aber da auch mal gut abschalten, die Seele baumeln lassen!“ Der kleine Ort an der Grenze zur Schweiz bietet alles, was Urlauber, Bergsteiger und natürlich Biker suchen. Vor allem Spaß, den man auch als Profi nicht verlieren darf, so die Ansicht der Athletin.

Sportliche Herausforderungen sucht die Soldatin bei internationalen Wettkämpfen.

Spaß an der Sache empfiehlt sie auch Hobby-Bikern und Einsteigern in den Sport. „Wer zu verbissen trainiert, wird nicht lange Freude am Biken haben“, berichtet Adelheid aus ihren Erfahrungen. Im Vordergrund beim Biken soll das Naturerlebnis stehen. „Auf dem Bike hat man neben den optischen Eindrücken im Wald oder Gebirge auch das Feedback am Lenker. Wenn es rappelt, wenn man die richtige Spur sucht auf einem verschlungenen Pfad.“ Wer so entspannt an die Sache herangeht, der wird seine Leistung automatisch verbessern. „Und Soldaten starten konditionell ja normalerweise nicht bei Null“, weiß Adelheid. Der weitere Weg führt viele Mountainbiker dann über eine der zahlreichen Veranstaltungen weiter. „Traut Euch ruhig mal an einen Marathon heran! Je nach Leistungsstand reicht ja am Anfang die kurze oder mittlere Distanz.“ Das Schöne an diesen Veranstaltungen sei das bunte Teilnehmerfeld und das Publikum. Vom Profibiker bis zum Freizeitradler ist alles vertreten. Eine gelöste Stimmung und tolle Begegnungen machen Marathons neben der Streckenführung  auch für Hobbyfahrer erlebnisreich.

Ziel Olympia

Schließlich ist auch Adelheid Morath über solche Erlebnisse zum Mountainbiken gekommen. Vom „Virus“ wird man in ihrer Heimat nahe Freiburg schnell gepackt. So fand sie nach dem Abitur über ihren Verband den Weg in die Sportförderung der Bundeswehr. Adelheid ist voll des Lobes über ihre Möglichkeiten beim „Bund“: „Wie alle Bundeswehrsportler schätze auch ich die vielen Freiheiten die man hat. Mein Trainingsplan ist sozusagen mein Dienstplan.“ Der ist augenblicklich von den Vorbereitungen zur Olympia geprägt und sonst konzentriert sich die Fahrerin auf den World-Cup und kleinere internationale Wettbewerbe. Militärische Heimat ist die Sportfördergruppe in Todtnau, von wo aus auch ihre militärische Karriere ausgeht. Sie könne sich auch nach ihrer sportlichen Laufbahn vorstellen, als Berufssoldat weiter zu dienen. Ihre Freizeit verbringt Adelheid gerne mit Freunden. Sportlichen Ausgleich findet sie beim Wandern oder beim Ski-Langlauf. „Auch dafür eignet sich meine Heimat vorzüglich“, freut sie sich.

Adelheids Team – das FELT ÖTZTAL X-BIONIC Worldcup Team –  ist eines der besten professionellen Mountainbike Teams der Welt. 2011 beendete dieses die Saison auf Rang zwei der Weltrangliste und feierte mit dem Schweizer Thomas Litscher 2011 in Champéry den Weltmeistertitel in der U23 Kategorie. Neben Oberfeldwebel Morath gehört mit der Slowenin  Blaza Klemencic noch eine weitere Dame zur Equipe. Mit den Österreichern Charly Markt und Simon Scheiber sowie dem jungen Australier Paul van Der Ploeg bildet das Team eine internationale Spitzentruppe.

Wir drücken der Soldatin für London die Daumen. Am Ball bleibt Ihr am besten hier: scheiderbauer-sports.com 

Text: Kerstin Wilke
Fotos: EGO-Promotion, Armin M. Küstenbrück

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