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Bundeswehr-Schachteam holt Gold bei der NATO-Meisterschaft

Filed in Allgemein, Schach, Wettkampf by on 6. November 2014 0 Comments • views: 328

1_SnapseedDie siebenköpfige deutsche Schachmannschaft, die die KAS auch 2014 zusammenstellen konnte, setzte sich nach fünf Turniertagen im Finale gegen Polen durch.

Quebec. Auch 2014 gingen wieder Soldaten und Zivilbedienstete der Bundeswehr zur jährlichen NATO–Schachmeisterschaft an den Start, die in diesem Jahr ihr silbernes Jubiläum hatte. Vom 8. – 12. September trafen sich die NATO-Sportler zur 25. Meisterschaft im historischen Austragungsort Quebec City in Kanada. Das siebenköpfige deutsche Schachteam, traditionell zusammengestellt von der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS), verteidigte dabei in fünf spannungsreichen Turniertagen seinen bereits im Vorjahr errungenen Meistertitel.

Der kanadischen Einladung folgten zehn weitere Nationen, so dass insgesamt 74 Schachsportler um die Siegerehre 2014 kämpften. Außerdem gingen sogenannte NATO-Teams an den Start, denen die jeweiligen Mannschaftsführer angehören. Für Kanada ging zudem eine zweite Mannschaft mit Veteranen in die Meisterschaft.

3Spannungsreiche Partien – verdiente Sieger

Gespielt wurde ein siebenrundiges Einzelturnier nach dem Schweizer System. Dabei treten – vereinfacht dargestellt – in jeder Runde jene Spieler gegeneinander an, die die vorhergehende Runde mit gleicher Punktzahl abgeschlossen haben. Nationsgleiche dürfen sich hingegen nicht gegenüber sitzen. Je häufiger und punkthöher ein Spieler folglich gewinnt, desto stärker werden seine Gegner. Aus der Gesamtpunktzahl der vier besten Schachsportler jeder Nation ergibt sich schließlich die Mannschaftswertung.
Das deutsche NATO-Team mit StHptm Karl Koopmeiners, Hptm Oliver Nill, Lt Lorenz Drabke, HptFw Mark Helbig, TORR Christian Marquardt, TORR Hans-Christoph Andersen, und Arbn Ulrich Bohn, holte nach einer nervenaufreibenden Abschlussrunde schließlich wieder Gold. In fast jeder Runde wechselte die Tabellenführung zwischen Polen und Deutschland, bis das Bundeswehrteam vor dem Finale die Nationenwertung mit 0,5 Punkten hauchdünn anführte. Als sich schließlich in zwei Einzelpaarungen Deutschland und Polen gegenüber saßen, lag der Mannschaftssieg für beide NATO- Staaten in Reichweite. Mit couragierten Leistungen an den Spitzenbrettern konnten die Deutschen jedoch zusehends Vorteile für sich herausspielen. Am Ende stand der Mannschaftssieg für die Deutschen mit 1,5 Punkten Vorsprung fest. Die Plätze drei und vier belegten die USA und Dänemark.

2Dabei stand die Vorbereitung auf das Turnier unter keinem guten Stern.Nach mehreren kurzfristigen Krankheitsfällen war bis zuletzt unklar, ob tatsächlich alle Nominierten nach Kanada würden reisen können. Schließlich trat das Team um den Mannschaftsführer Karl Koopmeiners mit sieben von acht möglichen Spielern etwas geschwächt zum NATO-Turnier in Quebec City an.
In der Einzelwertung siegte wie im Vorjahr Leutnant (SanOA) Lorenz Drabke mit sechs Punkten aus sieben Partien vor dem punktgleichen Dariusz Sycz aus Polen. Platz drei belegte Hauptfeldwebel Mark Helbig (5,5 Punkte). Zwei Ränge dahinter landete Technischer Oberregierungsrat Hans- Christoph Andersen (5 Punkte). Alle Informationen zu Paarungen und Platzierungen sind auch
unter www.natochess.com im Internet abrufbar.

26. NATO-Schachturnier 2015 wieder in Europa

Im kommenden Jahr wird das Turnier im niederländischen Amsterdam wieder auf europäischen Boden stattfinden. Die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung wird als Unterstützer für den Schachsport in der Bundeswehr auch dann wieder versuchen, ein starkes Team zu entsenden.

Die Bundeswehrmannschaft
StHptm Karl Koopmeiners (KdoSKB, Bonn)
Hptm Oliver Nill (ZentrLuftOp, Kalkar)
Lt (SanOA) Lorenz Drabke (SanZ Müllheim, Müllheim) HptFw Mark Helbig (BAPersMgmtBw, Köln)
TORR Christian Marquardt (BMVg AIN II 2, Bonn)
TORR Hans-Christoph Andersen (BAAINBw, Koblenz) Arbn Ulrich Bohn (BAAINBw, Koblenz)

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