Subscribe via RSS Feed

DKV-Slalom-Team holt in Australien Schwung für die neue Saison

Filed in Allgemein, Kanusport by on 30. März 2015 0 Comments • views: 324

Pfeifer_Melanie_Snapseed
Mit einem vierwöchigen Trainingslager in Penrith bereitet sich die nationale Kanu-Slalom-Elite derzeit auf die Wettkampfsaison 2015 vor. Jahreshöhepunkte im vorolympischen Jahr sind die Weltmeisterschaften auf der Olympiastrecke von London im September, bei der es um die Quotenplätze für Rio 2016 geht, und die Heim-EM Ende Mai in Markkleeberg.
Vier Wochen intensives Training im australischen Sommer gehen für das Gros der deutschen Slalom-Elite am kommenden Mittwoch zu Ende. Mit Ausnahme der später angereisten Canadier-Zweier-Besatzungen, die noch bis zum 14. März Down Under bleiben, fliegt das deutsche Team dann wieder Richtung Heimat. Kajak-Bundestrainer Thomas Apel, Chef der Trainingsexpedition, ist mit Quantität und Qualität der Einheiten auf und an der Olympiastrecke von Sydney sehr zufrieden: „Wir haben die günstigen klimatischen Bedingungen hier voll ausgenutzt. Mit der Teilnahme an den Australian Open konnten wertvolle Schlüsse über den Stand der Vorbereitung gezogen werden. An der dort fehlenden Tempohärte und technischen Stabilität im Finale wurde in den nachfolgenden zweieinhalb Wochen konsequent gefeilt. Aufgrund des internationalen Vergleichs zeichnet sich schon ab, dass auch 2015 die Trauben des Erfolgs hoch hängen werden.“

WM-Medaillengewinner setzen auf neues Material

„Schade, dass der Warmwasserlehrgang bald schon wieder vorbei ist“, findet WM-Bronzemedaillengewinnerin Melanie Pfeifer. „Anfangs musste ich mich noch an meine neue Bootsform (Tik Tak Galasport – d. Red.) gewöhnen, was mir nicht immer leicht fiel. Inzwischen fühle ich mich pudelwohl im Boot und arbeite in der Technik an Feinheiten. Ab und zu kann ich hier mal spezielle Fahrweisen ausprobieren, die ich mir bei internationalen und nationalen Konkurrentinnen und den K1-Herren abschaue. Das macht sehr viel Spaß, vor allem wenn es klappt“, erzählt die 28-jährige Kajakspezialistin aus Augsburg. Auch der zweite WM-Medaillengewinner des Vorjahres setzt im neuen Jahr auf neues Bootsmaterial. „Ein paar Probleme habe ich deswegen noch, aber das Training läuft im C1 und im C2 trotzdem sehr gut“, berichtet Franz Anton, der in Deep Creek (USA) ebenfalls Bronze gewonnen hatte. Der Leipziger sieht sich vor anspruchsvollen letzten Trainingstagen: „Wir haben die erste Trainingseinheit um 6:30 Uhr früh, die zweite schon wieder um 10:45 Uhr, dazu noch Krafttraining und Laufen. Auch wenn der Winter zu Hause nicht so streng war, kann ich hier doch besser trainieren und vor allem mehr Wildwasser, was mir für die Saison sehr hilft.“

Heim-EM erster Höhepunkt der Saison

Die hält 2015 wieder einige Höhepunkte bereit – bei der WM Mitte September im Lee Valley White Water Centre, dem Olympiakurs von London 2012, geht es in vier Kategorien um die Quotenplätze für die Spiele in Rio de Janeiro. Erster internationaler Jahreshöhepunkt aus Sicht des deutschen Kanu-Slalom-Teams sind aber Ende Mai die Europameisterschaften in Markkleeberg, der einzige Auftritt vor heimischem Publikum in dieser Saison. „Die Leistungsdichte und die Zahl der Nationen, die für Medaillen bei internationalen Meisterschaften in Frage kommen, ist in den vergangenen Jahren konstant gewachsen. Insofern sind Medaillengewinne – gerade bei einer Heim-EM – unser Anspruch, planbar sind sie leider nicht“, sagt DKV-Cheftrainer Michael Trummer, „es gibt doch sehr viele Faktoren, die in unserer Sportart zwischen Erfolg und Misserfolg entscheiden. Unsere Aktiven werden aber alles daran setzen, mit der Unterstützung des hoffentlich zahlreichen heimischen Publikums in Markkleeberg auch besonders erfolgreich zu sein.“

Nach der EM folgt die Weltcupserie mit fünf Stationen, von denen der DKV vier mit dem A-Team besetzen wird, bevor es im September zum Saisonhöhepunkt auf die britische Insel geht. Vor alle internationale Starts hat der Verband aber – wie in jedem Jahr – die anspruchsvolle nationale Qualifikation aus vier Rennen innerhalb von neun Tagen gesetzt, am 25. und 26. April zunächst in Markkleeberg, eine Woche später dann auf dem Eiskanal in Augsburg. Für einen Platz im Nationalteam der Saison qualifizieren sich in den vier olympischen Kategorien die jeweils besten drei Boote dieser Serie.

Eine Ausnahme wird es in diesem Jahr in der Qualifikation für die Damen im Canadier-Einer geben: Hier starten bei den Rennen in Augsburg am 2. und 3. Mai sowie bei der zweiten Qualifikation der Junioren in Lofer (Österreich/15.-17. Mai) alle Sportlerinnen der Leistungsklasse, der U23 und aus dem Juniorenbereich in jeweils einem Wettkampf mit nur einer gemeinsamen Wertung. Die besten Drei aus diesen vier Rennen sind dann sowohl bei der EM als auch bei der WM dabei. Eine Juniorin könnte sich so theoretisch sowohl für die Junioren-EM in Kraków (Polen) als auch für die EM und WM bei den „Großen“ qualifizieren. „Wir wollen mit diesem Modus die Leistungen in dieser noch immer jungen Disziplin besser vergleichbar machen, auch die Konkurrenz ein bisschen erhöhen und noch mehr internationale Einsatzchancen anbieten“, beschreibt Michael Trummer den Hintergrund dieser Entscheidung.
Bevor es in der Qualifikation für die neuen Teams der Saison 2015 richtig ernst wird, ist ein ICF-Weltranglistenrennen in Markkleeberg am letzten Märzwochenende Saisonauftakt in Deutschland, Härtetest und Standortbestimmung.

Text und Foto: DKV

Tags:

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.