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OG Petrissa Solja 2. beim Europe Top 16 Cup

Filed in Allgemein, Spitzensport, Tischtennis by on 30. März 2015 0 Comments • views: 31

Solja-Ivancan-ET16Baku-033_SnapseedGold, Silber und Bronze für den Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) bei der Premiere des ITTF Europe Top 16 Cup in Baku: Dimitrij Ovtcharov (Orenburg), der amtierende Europameister aus Hameln, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich den Titel bei den Herren. Im Damen-Einzel gewann die 20-jährige Sportsoldatin Petrissa Solja (Berlin) Silber und musste im gesamten Turnier nur der Vorjahressiegerin Liu Jia (Österreich) gratulieren. Einen hervorragenden dritten Platz und damit ebenfalls die Fahrkarte zum World Cup im Oktober eroberte sich die für Istanbul spielende Irene Ivancan durch einen Erfolg im „kleinen Finale“ über Hollands Weltklassespielerin Li Jiao.

Dimitrij Ovtcharov liebäugelt mit Medaillen außerhalb Europas

Der Mann ist Perfektionist. Selbst nach dem 1:3-Satzrückstand noch bravourös herumgerissen Finale gegen Mannschafts-Europameister Marcos Freitas (Portugal) analysierte Dimitrij Ovtcharov seinen Titelgewinn kritisch. „Es hätte heute gar nicht so knapp werden müssen, das ärgert mich. Ich hätte den ersten Satz schon gewinnen müssen, dann wäre das Match sicherlich klarer verlaufen. So fand der immens sichere Linkshänder Freitas im Duell mit dem Weltranglisten-Sechsten immer besser zu seinem Spiel, bis Ovtcharov bei 1:3 immer stärker wurde und mit nahezu fehlerlosem Spiel das Match noch drehte. Direkt nach dem Turnier hatte Ovtcharov schon die nächsten Ziele im Blick: „Ich bin Europameister, und zweimal in drei Jahren den Titel beim europäischen Ranglistenturnier geholt zu haben, ist nicht so schlecht. Aber mein Ziel ist es, näher an die Chinesen heranzurücken, denn ich möchte bald auch wieder Medaillen bei den wichtigen Turnieren außerhalb Europas gewinnen.“

Solja verliert Finale, aber gewinnt Silber und Selbstvertrauen

Finale verloren, aber Silber gewonnen: Obergefreite Petrissa Solja unterlag im Endspiel der Turnierfavoritin Liu Jia aus Österreich mit 1:4. Ungeachtet der Niederlage kann Solja mit ihrem Abschneiden hochzufrieden sein: Erstmals erreichte die Doppel-Europameisterin das Einzelfinale eines europäischen Topturniers der Damen und beeindruckte auf dem Weg in das Finale mit Siegen über starke Gegnerinnen. „Ich bin natürlich im ersten Moment schon etwas traurig. Immerhin habe ich ein Endspiel verloren“, schmollte Solja unmittelbar nach dem 1:4 gegen die Weltranglisten-Zwölfte. Wenngleich sie im Finale die Überlegenheit der Vorjahressiegerin anerkennen musste, das Abschneiden von Petrissa Solja bei diesem Europe Top 16 darf getrost als glänzend bezeichnet werden. Die 20-Jährige, die im Vorjahr in Lausanne das Halbfinale erreicht hatte, wird es zudem in der März-Weltrangliste von derzeit Rang 44 ein gutes Stück nach vorne katapultieren. Vor allem die Art und Weise, wie sich Solja ihre Silbermedaille verdiente, zeigt die positive Entwicklung der hochbegabten Linkshänderin auf. Insgesamt, das weiß auch Solja, kann sie sehr zufrieden mit dem Turnier sein. „Ich bin natürlich total glücklich, wie es hier für mich gelaufen ist.“ Auch Bundestrainerin Jie Schöpp lobte ihren Schützling: „Peti hat insgesamt ein starkes Turnier gezeigt. Sie hat taktisch insgesamt gut gespielt und versucht Dinge umzusetzen, die wir im Training erarbeitet haben. Das hat in einigen Spielen geklappt. Auf ihre Leistung kann man weiter aufbauen.“Solja-Ceremony-ET16Baku-301_Snapseed

Das starke deutsche Abschneiden beim Europe Top 16 Cup komplettierte Irene Ivancan als Dritte. Im Halbfinale der Nationalteamkollegin Solja unterlegen, eroberte sich die Abwehrspielerin in Diensten von Fenerbahce Istanbul durch einen 4:3 Erfolg im „kleinen Finale“ gegen Li Jiao (Niederlande) Rang drei und damit die Startberechtigung beim World Cup im Oktober.

Text und Fotos: DTTB

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