„Grüne Hölle“ bezwungen – herausragende Resultate beim 24h-Radrennen auf dem Nürburgring

Drei Viererteams des Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr (Kdo SanDstBw) stellten sich bei einer eindrucksvollen Atmosphäre mit mehr als 5.000 teilnehmenden Radsportlern an den Gesamtveranstaltungen am 30. Juli 2016 dem 24h-Radrennen auf dem Nürburgring. Alle Teams konnten bei mehr als 600 teilnehmenden Viererteams unter den Top 200 gewertet werden. Team Kdo SanDstBw 1 erzielte mit Platz 27 in der Gesamtwertung und Platz 11 in der Altersklassen-Wertung einen Einbruch in die Phalanx der teilweise professionell unterstützten Teams. Insgesamt wurden mehr als 2.050 km und 45.000 Höhenmeter bewältigt!

Nebel – Kälte – Steigungen – Dunkelheit – Abfahrten – Selbstdisziplin

24h-Rennen üben eine ganz besondere Faszination aus: Die sportlichen und organisatorischen Herausforderungen haben eine nicht alltägliche Dimension – Tag und Nacht. Das fordert bei anderen Teams nicht nur die Sportler, sondern die ganze Mannschaft an Betreuern, Helfern und Freunden. Die drei teilnehmenden Viererteams des
Kdo SanDstBw 24h-Rennen übernahmen dabei die Organisation für sich selbst gleich mit. 24h-Rennen sind damit nicht alleine sportlicher Wettstreit auf der Strecke, sondern eben auch das Bewältigen der gemeinsamen Herausforderung. Beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring findet jeder seine ganz persönliche Herausforderung. Gewertet wird in den Disziplinen Einzelfahrer sowie 2er-Team, 4er-Team und 8er-Team. Extremsportler wie passabel trainierte Hobby-Rennfahrer kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Am Ende werden die Ergebnisse über die Anzahl der zurückgelegten Runden und die Zielzeiten ermittelt.

Nach 24 Stunden durch die „Grüne Hölle“ gibt es nur Sieger

Eine Runde über Grand Prix-Strecke und Nordschleife misst in der „Rad am Ring“-Version rund 26 Kilometer und hält neben knapp 80 Kurven auch nahezu 600 Höhenmeter parat. Wie nicht anders zu erwarten, ist der Rennstreckenasphalt perfekt und bietet vor allem in den kurvigen Bergab-Passagen ordentlich Grip. Bis zu 104,5 km/h wurden in der Fuchsröhre, dem schnellsten Abschnitt der Strecke, für unsere Teams gemessen. Das ist aber keinesfalls Pflicht. Unvermeidbar hingegen ist der Anstieg zum Streckenabschnitt „Hohe Acht“ mit kurzfristig bis zu 17 Prozent Steigung. Spätestens hier verstehen auch Radsportler den Beinamen „Grüne Hölle“, den Formel 1-Legende Jackie Stewart dem Nürburgring in den 70er-Jahren verlieh.
Die Mannschaften des Kdo SanDstBw bestanden dabei aus einem bunten Mix aus allen Alters- und Leistungsklassen und allen Bereichen der Dienststelle. Das Team 1 wurde zusätzlich durch zwei Angehörige der Bereitschaftspolizei Rheinland-Pfalz verstärkt, mit deren Dienststelle eine gemeinsame Rennradneigungsgruppe besteht.
Bereits nach den ersten Rennrunden zeichnete sich ab, dass alle Mannschaften einen sehr hohen Leistungsstand aufweisen und alle im vorderen Drittel der angetretenen Sportler einzustufen sind. Neben dem Erreichen möglichst guter Rundenzeiten ist von besonderer Bedeutung, dass auch die Renntaktik und die Übergabe des Transponders für die Zeitmessung regelmäßig der Rennsituation und der Tageszeit angepasst werden. Besonders in der Nacht sind exakte Absprachen von besonderer Bedeutung. Ein ganz besonderes Augenmerk benötigt darüber hinaus auch die Verpflegung, da jeder unter der permanenten Belastung und dem Schlafentzug leidet.

Top-Ergebnisse

Am Ende zeichneten sich mit den Plätzen 27, 93 und 199 herausragende Ergebnisse in der Gesamtwertung und in den Altersklassen-Wertungen ab. Pascal Knopp aus Team 1 konnte dabei sogar eine Segmentbestzeit für Radfahrer auf dem Grand Prix-Kurs – noch vor Amateur- und Profifahrern erreichen. Müde, aber glücklich und vor allem unfall- und sturzfrei kehrten am Sonntagabend alle Teilnehmer mit eindrucksvollen Erlebnissen von dieser Veranstaltung zurück.

Text und Fotos: Uwe Sigmund / Sanitätsdienst Bundeswehr

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