Subscribe via RSS Feed

Die Kampfschwimmer der Marine

Filed in Allgemein, Kampfschwimmen by on 13. September 2016 0 Comments • views: 38

Kampfschwimmer sind die Spezialkräfte der Marine. Ihr Auftrag ist es durch Spezialoperationen im maritimen Umfeld die Einsätze der Bundeswehr zu unterstützen. (Maritime) Spezialkräfteopertionen gliedern sich in folgende drei Einsatzarten:

Special Reconnaissance – Spezialaufklärung – Einsätze zur Gewinnung von spezifischen, klar definierten und zeitkritischen Informationen mit strategischer und operativer Bedeutung. Beispiele für maritime Spezialaufklärung sind: Das Aufklären von Hafenanlagen. Die Kampfschwimmer dringen dazu tauchend und vom Gegner unbemerkt in Häfen ein. Das Erkunden von Vorstränden, bei dem sie Informationen über die Beschaffenheit der Stände und des Küstenabschnitts sammeln. Oder die Aufklärung im Hinterland in dem sie sich tauchend oder schwimmend an die Küste annähern, das Hinterland erkunden um mögliche Gefahren zu entdecken und die eigenen Kräfte zu warnen.

Direct Action – Direkter Einsatz – Kollateralschäden vermeidende offensive, zielgerichtete, räumlich und zeitlich eng umschriebene Einsätze, um Personen festzusetzen/zu befreien, Material/Einrichtungen in Besitz zu nehmen oder zu zerstören/beschädigen. Direkte Einsätze richten sich gegen Hochwertziele. Beispielsweise um Einzelpersonen wie Kriegsverbrecher oder Bombenbauer – die mit ihren Sprengsätzen deutsche Soldaten bedrohen – festzunehmen. Ebenfalls richten sie sich gegen Objekte oder Einrichtungen. An Land sind dies Häuser, auf See sind das Schiffe oder Bohrinseln, die mit einem Verfahren namens Vist Board Search and Seizure (VBSS/ Zugriffe auf Schiffe und Bohrinseln) in Besitz genommen werden. VBSS ist eines der Verfahren für das die Kampfschwimmer besonders befähigt sind, dadurch das sie Über- , Unterwasser oder aus der Luft angreifen können.

Military Assistance – Unterstützungseinsatz in Aufnahmestaaten – Militärische Einsätze zur mittelbaren/ unmittelbaren Unterstützung, zur Verbesserung der inneren/ äußeren Sicherheit und Stabilität von Staaten. Dies bedeutet Training der Militär- oder Polizeieinheiten befreundeter Staaten. Dieses Training kann im Inland oder Ausland stattfinden.

Um diese verschiedenen Einsatzarten zu beherrschen, sind Kampfschwimmer triphibisch ausgebildete Marinesoldaten. Ihr Einsatzraum bezieht also die SEE, die LUFT und das LAND mit ein. Sie sind ausgebildet, sich Über- und Unterwasser (mit Booten, schwimmend oder tauchend), sich durch die Luft (mit Luftfahrzeugen oder Fallschirmen) oder an Land (mit Fahrzeugen oder zu Fuß) in ihren Einsatzraum zu bewegen. Aufgrund der hohen Anforderungen sind sie personell besonders sorgfältig ausgewählt, speziell ausgebildet und gegliedert. Sie nutzen spezielle Ausrüstungen für die Aufgabenerfüllung und Auftragsdurchführung. Ihre Ausbildung dauert drei Jahre und beinhaltet neben dem militärischen Tauchen, bei dem sie unter anderem lernen aus U-Booten auszutauchen und sich unerkannt auch über große Distanz an ihr Ziel zu bewegen, das Arbeiten an Land. Dazu zählen Schießtaktiken, Überlebenslehrgänge und die Fallschirmsprungausbildung. Um sich Zugang zu verschlossenen Gebäuden zu verschaffen oder besonders wichtige Einrichtungen zu zerstören, bekommen sie eine umfassende Sprengausbildung. Sie lernen das Bedienen einer Großzahl von Handfeuerwaffen der Bundeswehr, aber auch der des Gegners. Um sich im Einsatz sicher mit Geländewagen, gepanzerten Radfahrzeugen und Quads bewegen zu können, erhalten sie ein spezielles Kraftahrzeug- sowie für den maritimen Einsatz, Boot- Fahrtraining. Jeder fertig ausgebildete Kampfschwimmer durchläuft in der Kampfschwimmerkompanie zusätzlich eine Spezialisierung wie zum Beispiel: Rettungssanitäter, Scharfschütze, Fermeldespezialist, Spreng- und Zugangstechniker.

Aufgrund dieses breiten Fähigkeits- und Einsatzspektrums trainieren die Kampfschwimmer ständig im In- und Ausland. Dies ist notwendig um mit diesen spezifischen Einsatzarten und Einsatzverfahren jeder Zeit und in nur wenigen Stunden für Einsätze der Bundeswehr bereit zu stehen. Um auf eine kurze Vorwarnzeit zu reagieren, verfügen die Kampfschwimmer über eigene Führungs- und Unterstützungselemente sowie Kräfte zur direkten taktischen Unterstützung. Diese direkte taktische Unterstützung besteht aus einer eigenen Bootseinheit, dem Spezialoperationen Bootsteam (SBT). Das SBT rekrutiert sich aus speziell ausgesuchten, ausgebildeten und ausgerüsteten Unteroffizieren der Verwendungsreihe 11 (Decksdienst),42 (Schiffsantriebstechnik) und 76 (Marinesicherungsdienst). Ihre Boote sind u.a. Jet- angetriebene Festrumpf- Schlauchboote. Sogenannte Rigid Hull Inflatable Boats (RHIB), die sich durch ihren geringen Tiefgang, hohe Geschwindigkeit, Feuerkraft und Manövrierbarkeit auszeichnen.

Text: Personalwerbetrupp KSM

Fotos: Bundeswehr

Weitere Informationen zum Thema Kampfschwimmer finden sie im Internet unter:

www.marine.de

www.bundeswehrkarriere.de

www.kampfschwimmer.de

Sollten sie noch weitere Fragen haben, können sie diese auch an den Personalwerbetrupp des Kommando Spezialkräfte der Marine schicken:

E-Mail: ksmpersonalwerbetrupp@bundeswehr.org

 

Tags:

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.