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Die deutschen Karateka auf dem Weg zu Olympia

Filed in Allgemein, Kampfsport, Karate by on 1. März 2017 0 Comments • views: 94

Deutsche Sportsoldaten auf dem Weg zu Olympia

Bei der IOC-Session in Rio de Janeiro 2016 wurde entschieden, dass Karate im Jahr 2020 zu den Programmsportarten der Olympischen Spiele gehört. Seitdem erlebt die japanische Kampfkunst einen neuen Boom.
Auch die deutschen Karateka, wie der Welt- und Europameister Jonathan Horne, WM-Medaillengewinner Noah Bitsch oder die Kata-Weltmeisterin Sophie Wachter aus Deutschland wollen ihren Traum von einer Olympia-Teilnahme verwirklichen.
Sportsoldat Jonathan Horne erkämpfte im Jahr 2016 seinen dritten Einzel-Europameistertitel und gehört zu den stärksten Vertretern im Kumite-Schwergewicht. Der Kaiserslauterer sieht die Olympischen Spiele als Höhepunkt seiner Karriere. Nach unzähligen Trophäen wäre eine olympische Medaille die Krönung einer außergewöhnlich erfolgreichen Sportlaufbahn.
Auch Noah Bitsch rechnet sich gute Chancen für Olympia aus. Der Sportsoldat bewies nach WM-Silber und Bronze 2014 auch bei den Weltmeisterschaften in Linz 2016, dass er zu den Besten Kämpfern weltweit gehört. Mit der Kumite Mannschaft zusammen mit Jonathan Horne erreichte er den dritten Platz.
Eine Meisterin ihres Faches im Bereich Kata ist die deutsche Sportsoldatin Sophie Wachter. Im Trio mit ihren Mannschaftskameradinnen Jasmin Bleul und Christine Heinrich sicherte sich die Frankfurterin 2014 WM-Gold und peilt auch in der Einzeldisziplin Edelmetall bei den nächsten Wettkämpfen an.

Anspruchsvolle Voraus­setzungen für einen Start in Tokio 2020

In Tokio werden jeweils in den Disziplinen Kata (Formenlauf) und Kumite (Freikampf) insgesamt 64 Athletinnen und Athleten in acht Disziplinen antreten. Um einen Startplatz bei den olympischen Wettbewerben zu ergattern, steht den ambitionierten Karateka ein umfassendes Qualifikationsprogramm bevor.
Als Teil der Olympia-Qualifikation spielen ab der zweiten Jahreshälfte 2017 die Karate1 Premier League Turniere eine wesentliche Rolle. Die Meisterschaften, die in diesem Jahr auf drei Kontinenten ausgetragen werden, bilden einen Baustein, um sich ein Ticket für die insgesamt zehn Startplätze in einer der acht olympischen Karate-Wettbewerbe zu sichern.
Zusätzlich stehen die kontinentalen Meisterschaften, die Weltmeisterschaften und ein weiteres Qualifikationsturnier im Frühjahr 2020 auf der Agenda. Dort können die Karate-Kämpferinnen und Kämpfer zusammen mit den Herausforderungen in Karate1 Premier League Punkte sammeln. Die Athleten mit den meisten Punkten in ihrer jeweiligen Kategorie treten dann in Tokio 2020 um olympisches Edelmetall an.

Die deutsche Karate-Auswahl stellt sich der Herausforderung

Die Vorbereitungen für den olympischen Zyklus 2017-2020 laufen beim Deutschen Karate Verband bereits jetzt auf Hochtouren.
Die DKV-Bundestrainer haben einen Olympiakader benannt, der auf dem Weg zu Tokio 2020 zielgerichtet gefördert werden soll.
Team Deutschland wird mit seinen aussichtsreichsten Athletinnen und Athleten ein anspruchsvolles Trainings- und Wettkampfprogramm absolvieren. Einer der größten Unterstützer dieses ehrgeizigen Projektes ist dabei die Bundeswehr, die zahlreichen Karateka als Mitglieder der Sportfördergruppe optimale Bedingungen ermöglicht.
Schon in diesem Jahr geht Team Deutschland auf große Reise. Neben dem Start bei den Dutch Open in Rotterdam, sind zudem die weiteren Karate1 Premier League-Turniere in Dubai/U.A.E (31.03-2.04.2017), Rabat/Marokko (14.-16.04.2017) und Halle/Deutschland (08.-10.09.) fest im Turnierplan eingetragen. Zudem bilden die Senioren-Europameisterschaften in Kocaeli/Türkei vom 04.-07.05.2017 und die World Games vom 25.-26.07.2017 entscheidende Herausforderungen für die deutsche Auswahl.
Der DKV ist 160.000 Karatekas in 3.000 Vereinen der Spitzenverband für Karate in Deutschland und im DOSB anerkannt. Er war unter anderem Gastgeber der WM 2000 in München und 2014 in Bremen. Seine Nationalmannschaft gehört zu den fünf besten Teams der Welt.
Wir drücken Jonathan Horne, Noah Bitsch, Sophie Wachter und Co. auf dem Weg zu Olympia fest die Daumen.

Text und Fotos: Christian Grüner

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