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Geländespass mit Rückenwind

Filed in Advertorial, E-Mountainbike, Radsport by on 23. März 2017 0 Comments • views: 92

Die Palette ist weit gefächert: Vom Einsteiger-Hardtail bis zum Highend-Sportgerät.

Anfangs als Fahrräder für die ältere Generation belächelt, traten die Bikes mit Hilfsmotor einen unvergleichlichen Siegeszug an. Zweistellige Zuwachsraten verzeichnet die Branche im Verkauf der sogenannten Pedelecs. Die Sparte der E-Mountainbikes kreierte inzwischen bereits eine neue Sportart.

Die Suche nach dem richtigen Mountainbike gestaltet sich unter den elektronisch unterstützten Modellen inzwischen ebenso komplex und vielfältig wie unter herkömmlichen Geländefahrrädern. Dabei kommt es darauf an, welchen Anspruch man als Sportler erhebt, sprich welche Art von Touren, Ausritten oder Gelände man unter die Räder nehmen möchte.

Grundsätzliches

So finden sich unter den E-Bikes ebenfalls „Hardtails“, Fahrräder ohne, und „Fullys“, Fahrräder mit Hinterradfederung. Eine gefederte Gabel ist bei Mountainbikes ohnehin bereits seit vielen Jahren obligatorisches Ausstattungsmerkmal. Die neue Vielfalt unter den Laufradgrößen machte auch vor den E-Mountainbikes nicht halt. 26, 27,5 und 29 Zoll sind die gängigen Maße, wobei 26 Zoll inzwischen eher den günstigen Einstiegsmodellen vorbehalten bleibt. Als Faustregel gilt, dass die kleineren Größen mehr Wendigkeit und Agilität auf winkligen Strecken garantieren, während die großen 29er mehr Laufruhe und Stabilität in die Fahrt bringen sowie Hindernisse besser überrollen.

Der Hinterradnabenmotor: Günstiger, aber schwerer. Eignet sich für Hardtails.

E-Mountainbikes können sowohl über Mittelmotoren als auch über einen Hinterradnabenmotor verfügen. Letztere sind meist die günstigere Variante und machen im Grunde nur in einem Hardtail Sinn. Für den Einsatz im Fully sind sie zu schwer. Wer es anspruchsvoll mag, der greift zu Mittelmotor-Bikes, denn diese haben in Sachen Fahrdynamik alle wichtigen Vorzüge auf ihrer Seite. Und so findet sich diese Motorvariante in der gehobenen und oberen Preisklasse und grundsätzlich in den Fullys wieder. Im Prinzip ist der Mittelmotor eine Mischung aus Motor und Getriebe, um einen optimalen Wirkungsgrad zu gewährleisten. Die Leistung des E-Antriebs wird auf die Trittfrequenz des Fahrers angepasst. Die Hinterradnabenmotoren verfügen über kein Getriebe, rotieren damit in der Geschwindigkeit des Hinterrades. Dieses Manko macht sich besonders an Steigungen bemerkbar, wo ein derart ausgestattetes Bike deutlich weniger Unterstützung liefert. Ebenso sind die Bikes hecklastig, während die mittelmotorisierte Konkurrenz das Gewicht und vor allem den Schwerpunkt günstiger verteilen kann. Bis 25 km/h greift die Motorunterstützung der Pedelec-Klasse. Dadurch sind diese Bikes den normalen Fahrrädern rechtlich gleichgestellt. Man darf mit ihnen überall fahren, was somit für den Breitensport die einzig sinnvolle Variante darstellt. Leistungsstärkere Antriebe machen das E-MTB zu einem motorisierten Fahrzeug, welches eine Versicherung, Kennzeichen und ggf. sogar einen Führerschein notwendig macht.

Der Mittelmotor: Obligatorisch im Fully und deutlich leistungsfähiger.

Ein Gedanke – zwei Konzepte

Sinn und Zweck der E-Mountainbikes ist – wie bei den herkömmlichen Bikes – die sportliche Betätigung in der Natur und die Herausforderungen des Geländes zu meistern. Die Pedelecs bieten aber erheblich mehr Reichweite als ein ausschließlich mit Muskelkraft betriebenes MTB. Denn der Motor spart einiges an Kondition und verhilft auch weniger fitten Fahrern zu viel Fahrspaß. Akku-Reichweiten von rund 100 bis 130 Kilometern liegen in der Regel deutlich über der Distanz einer normalen Mountainbike-Tour. Allerdings ist die Lebensdauer der jeweiligen Ladung stark von der gewählten Unterstützungsstufe abhängig. Die von Mountainbikern geliebten, schmalen Pfade – Trails genannt – bilden das Salz in der Suppe jedes gelungenen Ausrittes. Mit einem E-Mountainbike lässt sich mancher Trail bergab (Downhill) auch in die entgegengesetzte Richtung meistern. Ein Erfolgserlebnis und eine zusätzliche, interessante Variationsmöglichkeit. In den Alpen, dem angestammten Revier der europäischen Fahrer, macht sich der Vorteil der unterstützten Sportgeräte besonders bemerkbar, sind doch nun neue Routen und Tourenvarianten möglich, die den Bikern bisher verwehrt blieben.
Für diesen Artikel standen uns zwei grundlegend verschiedene Bikes zur Verfügung. Zum einen das Polaris Aapex. Ein Hardtail mit Hinterradnabenmotor, 27,5-Zoll Bereifung und einer Gabel vom Zulieferer Rock Shox, dem wohl bekanntesten der Szene. Das Polaris ist sauber verarbeitet und macht einen sehr robusten Eindruck. Auf der anderen Seite steht das Ghost Kato FS 8, welches ganz sicher alles in sich vereint, was technisch derzeit möglich und angesagt ist. Ausgestattet ist dieses Fully mit Mittelmotor und einer elektronischen Schaltung. Leichtgewichtig sind auch die Komponenten für den Geländesport ausgelegt, was die Bereifung mit 27,5 Zoll „plus“ eindrucksvoll unterstreicht. „Plus“ steht für eine zusätzliche Breite der grobstolligen Pneus bis 2.8, wo die des Polaris mit 2.20 auskommen müssen. Damit ist das amerikanische Produkt für die Tour abseits der befestigten Wege und für den Freizeitsportler gedacht und für diesen auch ein zuverlässiger Begleiter. Wer es im Gelände krachen lassen will, greift auf das doppelt so teure deutsche Fahrrad zurück. Den Mehrpreis rechtfertigt es mit purem Fahrspaß und -dynamik. Mit dem Ghost traut man sich wesentlich schwierigeres Gelände zu, das Fahren erinnert eher an ein Enduro-Motorrad. Allerdings ist das Ghost mit seinen Lagern und Gelenken erheblich aufwendiger in der Pflege und Wartung. Hier ist das Polaris genügsamer.

Die Kaufentscheidung

Die Entscheidung zum E-Mountainbike wird maßgeblich vom verfügbaren Budget beeinflusst: Für 2.500 Euro bekommt man aber schon ein ordentliches Hardtail. Nach oben sind natürlich kaum Grenzen gesetzt, unser Ghost liegt beispielsweise bei 4.999,- Euro. Das Fahrkönnen spielt bei der Auswahl des richtigen Pedelecs eine untergeordnete Rolle. Viele E-Mountainbikes fahren sich sehr agil und sportlich, verzeihen Fahr- und Fahrtechnikfehler eher als herkömmliche MTBs. So ermöglichen die Pedelecs schon dem Einsteiger tolle Erlebnisse im Gelände und einen schnellen Fortschritt in der neuen Sportart. Ein weiterer Vorteil liegt auch auf der Hand: Freunde oder Partnerinnen, die sich bisher wegen der Konditionsunterschiede von den Touren ausschlossen, können mit einem E-MTB endlich mithalten. Ebenso Kinder und Jugendliche, für die es ebenfalls eine Auswahl an guten Pedelecs gibt, können endlich dabei sein.
So sind die neuen E-Mountainbikes nicht nur ein neuartiges Sportgerät, sondern auch familientaugliche Begleiter. Wer wundert sich da noch über deren grandiosen Siegeszug?

Text: Ralf Wilke  Fotos: Ralf Wilke, Stefan Wolf, Hersteller

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