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Moderne Fünfkämpfer erfolgreich bei der WM in Kairo

Filed in Moderner Fünfkampf by on 29. September 2017 0 Comments • views: 96

Stabsunteroffizier (FA) Alexander Nobis und Christian Zillekens sorgten für einen hervorragenden Start der deutschen Mannschaft in die Titelkämpfe, das Duo gewann sich die Silbermedaille in der Staffel.Am Ende eines denkwürdigen Tages mussten sich Alexander Nobis und Christian Zillekens nur knapp der südkoreanischen Staffel um Wongtae Jun und Woojin Hwang geschlagen geben. Mit der Silbermedaille kann die deutsche Staffel angesichts des Wettkampfverlaufs aber mehr als zufrieden sein.
Mit einer Zeit von 1:55,07 Minuten hatten sich der 27-jährige Nobis und sein sechs Jahre jüngerer Teamkollege über die 200-Meter-Schwimmdistanz gut geschlagen, anschließend mit 17 Siegen aus 32 Kämpfen im Fechten etwas an Boden auf die vorderen Plätze verloren. Danach startete das Duo eine fulminante Aufholjagd: Als einzige unter den 17 gestarteten Mannschaften blieb die deutsche Staffel im Reiten ohne Abwurf und leistete sich nur drei Zeitfehler. Da die anderen Staffeln auf schwierigem Kurs viele Strafpunkte hinnehmen mussten, gelangen den bis dato neuntplatzierten Nobis und Zillekens im Gesamtklassement ein großer Sprung auf Rang 3.
Mit Ausnahme der führenden Koreaner ging das Feld mit äußerst knappen Abständen auf den abschließenden Laser-Run. Dort erwischte das deutsche Duo einen Sahnetag: Mit einer starken Laufleistung schloss Zillekens zu dem vor ihm gestarteten Russen auf und übergab in aussichtsreicher Position an seinen Teamkollegen. Dank zweier perfekter Schießdurchgänge holte Nobis den Koreaner Jun sogar noch ein, konnte diesen aber auf der Schlussrunde nicht mehr halten.

WM-Gold für Schöneborn/Schleu

Das Erfolgsduo hat wieder zugeschlagen: Nach EM-Gold 2015 und 2017 sowie WM-Gold 2012 (mit Janine Kohlmann) und 2016 haben Lena Schöne­- born und Feldwebel Annika Schleu in Kairo ihren fünften großen Staffel-Titel gefeiert. Mit Topleistungen in allen Disziplinen gewannen die Deutschen mit über 30 Sekunden Vorsprung vor Ägypten und Japan.
Der Tag begann mit einer Bestleistung im Schwimmen: Mit einer Zeit von 2:06,67 Minuten rangierten sich Schöneborn und Schleu auf Anhieb vorne ein. Mit der besten Fechtbilanz aller Teams (21S/15N) setzte sich die deutsche Staffel an die Spitze des Feldes, die sie bis zum Ende des Wettkampfs nicht mehr abgeben sollte.
Selbst im Reiten, zuletzt für beide Athletinnen immer mal wieder „Wackeldisziplin“, gelang dem Duo ein starker Durchgang. Mit nur einem Abwurf durch Schleu sowie sechs Zeitfehler gingen 287 Punkte in die Wertung an. Überschattet wurde der Wettbewerb von einem schweren Sturz der Koreanerin Mina Jeong beim Abreiten, die am Boden liegend von einem Pferdehuf getroffen und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Durch die Aufgabe der bis dato zweitplatzierten koreanischen Staffel starteten Schöneborn und Schleu mit 27 Sekunden Vorsprung in den ab­schließenden Laser-Run. Die starken Läuferinnen ließen der Konkurrenz keine Chance und bewiesen auch am Schießstand Nervenstärke.

Nobis und Steinborn mit erstem deutschen Mixed-Gold

Seit 2009 gehört die Mixed-Staffel zum festen Wettkampfprogramm der Weltmeisterschaften. Noch nie hatte Deutschland in diesem Format eine Medaille gewinnen können – bis heute. Stabsunter- offizier (FA) Ronja Steinborn und Stabsunteroffizier (FA) Alexander Nobis sicherten sich am Schlusstag der Titelkämpfe in Kairo den Titel vor Ägypten und Frankreich.
Der Tag hatte bereits vielversprechend begonnen: Alexander Nobis gelang ein unwiderstehlicher Auftritt im Fechten mit nur drei Niederlagen bei 16 Siegen. Auch wenn Steinborn etwas unter ihren Erwartungen (7 Siege) blieb, positionierten sich die Deutschen als Vierte direkt in Tuchfühlung zu den Medaillen. Mit einer guten Schwimmzeit von 2:02,54 arbeiteten sie sich sogar auf Platz zwei vor. Auch wenn das Berliner Duo diesen Rang nach der Bonusrunde im Fechten an die ägyptische Staffel abgeben musste, brachten sich Steinborn und Nobis so eine hervorragende Ausgangsposition vor dem Reiten.
Nach den enttäuschenden Reitergebnissen der deutschen Frauen am Vortag war die Spannung entsprechend groß. In der Hitze von Kairo behielten Steinborn und Nobis die Nerven und leisteten sich nur einen Abwurf (293p). Nachdem die bis dato führende chinesische Staffel aufgrund von vier Verweigerungen ausgeschieden war, gingen die Deutschen mit nur einer Sekunde Rückstand auf die führenden Ägypter in den Laser-Run.
Dort gelang Steinborn ein Blitzstart: Mit einer fehlerfreien ersten Schießserie setzte sich die 26-jährige an die Spitze und baute ihren Vorsprung auf der sandigen Laufstrecke kontinuierlich aus. Mit soliden Schießdurchgängen sicherte Nobis schließlich den Titel ab und feierte schon vor dem Zielstrich ausgelassen seine zweite WM-Medaille bei diesen Titelkämpfen nach Silber in der Männer-Staffel. Bereits 2015 war er gemeinsam mit Obergefreiter Marvin Dogue Weltmeister in der Männer-Staffel geworden. Ronja Steinborn feierte den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere.
Dank zwei Mal Gold, einmal Silber und einmal Bronze hat die deutsche WM-Mannschaft in Kairo ihr bestes Abschneiden seit den Titelkämpfen in Berlin vor zehn Jahren (2G,2S,1B) erreicht. Mit zwei vierten Plätzen durch Lena Schöneborn und Marvin Dogue sowie Rang 5 durch Annika Schleu gelangen zudem weitere Topplatzierungen.

Text: DVMF Fotos: UIPM

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