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WM Militärischer Fünfkampf 2017

Abgelegt in Militärischer Fünfkampf von am 29. September 2017 0 Comments • views: 321

Eine aus deutscher Sicht durchwachsene WM, die einmal mehr zeigte, dass es herausragende Athleten braucht. Denn Fünfkämpfer müssen mit fünf verschiedenen Disziplinen, ausgetragen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen, zurechtkommen.Schon bald nach ihrer Ankunft, hieß es für die deutsche Delegation die Schwimmzeit zu nutzen und die Abstände der Schwimmhindernisbahn zu prüfen, bevor sich in zeitlich enger Abfolge das Erkunden der Laufstrecke für den Crosslauf anschloss. Nach dem Aufenthalt in dem kalten Wasser war das die Möglichkeit die Körpertemperatur wieder hochzubringen, um bestens erwärmt in das angesetzte Wurftraining zu starten. Die letzte Trainingseinheit des Tages wurde auf der Hindernisbahn abgeleistet, um die Hindernisse und die Eigenheiten der Bahn in Augenschein zu nehmen.

Der Auftakt: Schießen

Leider blieben in der einstig starken Disziplin der deutschen Wettkämpfer alle Athleten hinter den im Vorfeld gezeigten Trainingsleistungen zurück; einzig Stabsunteroffizier Christoph Birkner zeig­te mit 179 von 200 möglichen Ringen auf der 300 Meter Distanz eine solide Leistung. An den konstanten Wetterbedingungen mit leichtem Wind, der von außen betrachtet beherrschbar schien und der durchweg gleichen Bewölkung kann es nicht gelegen haben, denn im internationalen Vergleich wurden gute Ergebnisse um 190 Ringe erzielt. Bei den Damen konnte Hauptgefreiter Annika Seefeld mit 178 Ringen den 13. Rang erzielen.

Der dritte Wettkampftag wurde mit der Königsdisziplin des Militärischen Fünfkampfes, dem Hindernisbahnlauf, fortgesetzt. Hier konnten die deutschen Athleten den wenig guten Wettkampfstart, das Schießen, ausmerzen und glänzten durchweg mit persönlichen Saisonbestleistungen oder gar persönlichen Bestleistungen. Im Fall von Feldwebel Philipp Reuß war dies sogar mit einem Sturz am letzten Hindernis möglich. Er stürzte und zog sich dabei eine schwere Prellung des linken Handgelenkes zu. Aber die engagierte Arbeit der mitgereisten Physiotherapeutin Oberfeldwebel Gulisaschwili, von der Sportfördergruppe Bruchsal ausgeliehen, ließ einen Start am Mittwoch im Schwimmen zu.

Mit deutlicher Bewegungseinschränkung startete Reuß im Schwimmwettbewerb und konnte seine persönliche Bestleistung geringfügig verbessern. Auch Hauptgefreiter Annika Seefeld erzielte eine persönliche Bestleistung und konnte sich im Damenfeld weiter gut positionieren. Hauptfeldwebel Andrej Sonnenberg konnte mit einer sehr guten Leistung den 5. Platz in der Disziplinenwertung erreichen und schob sich in der Gesamtwertung unter die Top 20. Einzig Stabsunteroffizier Christoph Birkner kam nicht so gut zurecht, so dass er mit einer guten, aber ihn selbst nicht zufrieden stellenden Zeit im Mittelfeld der männlichen Wettkämpfer landete.

Druck vor dem Wurfwettkampf

Der Wertungsdurchgang war für Annika Seefeld wieder einmal sehr früh gelost, so dass sie als Erste der deutschen Athleten in diese Disziplin startete. Beim Aufwärmen lief es sehr gut und ließ für den Wettkampf einiges hoffen; jedoch verhinderte zunehmende Nervosität ein zufriedenstellendes Resultat. Gerade die Newcomer Feldwebel Philipp Reuß und Stabsunteroffizier Christoph Birkner patzten ebenso in dieser Disziplin, einzig der erfahrenste deutsche Athlet, Hauptfeldwebel Andrej Sonnenberg konnte mit einem sehr guten Wurfergebnis die Ehre der gesamten Mannschaft retten und seine Platzierung im Gesamtklassement weiter unter den Top 20 festigen.
Beim abschließenden Crosslauf gelangen besonders den Damen durchweg gute Zeiten und Annika Seefeld konnte den Gesamtwettkampf mit einer Saisonbestleistung von 15:08,1 min auf der 4.000 m Strecke und Rang 19 im Gesamtklassement abschließen. Bei den Männern fielen die Laufzeiten im gesamten Starterfeld nach den Ergebnissen der Damen eher ernüchternd aus und durchweg wurde die hohe Luftfeuchtigkeit als Ursache angegeben. Die Durchgangszeiten bei 4.000 m der zu absolvierenden 8.000 m Strecke waren gut und ließen viel hoffen, aber gerade in der zweiten Runde erfolgte der Einbruch. Letztendlich erreichte Hauptfeldwebel Andrej Sonnenberg den 17. Rang von 105 gewerteten männlichen Startern, während sich die beiden Newcomer Philipp Reuss und Christoph Birkner im hinteren Drittel des Starterfeldes platzierten.

Text: Andre Böttger

Fotos: CISM Milsport; Thomas Koch

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