Wiedersehen beim 24h-Radrennen in der “Grünen Hölle“

Zum dritten Mal in Folge – und damit traditionell – nahmen am 29. Juli 2017 drei Viererteams des Kommandos Sanitätsdienst der Bundeswehr (Kdo SanDstBw) unter mehr als 8.500 Radsportbegeisterten am 24h-Radrennen auf dem Nürburgring und dessen legendärer Nordschleife teil. Insgesamt wurden mehr als 2.050 Kilometer und 45.000 Höhenmeter auf der legendären Eifelachterbahn bewältigt!
24h-Rennen üben eine ganz besondere Faszination aus: Die sportlichen und organisatorischen Herausforderungen haben eine nicht alltägliche Dimension – Tag und Nacht. Das fordert bei allen Teams nicht nur die Sportler, sondern die ganze Mannschaft an Betreuern, Helfern und Freunden. Erstmals wurden dabei die teilnehmenden Mannschaften durch Soldaten aus der 6. Kompanie des Sanitätsregiments 2, Führungsbereich Koblenz, professionell unterstützt. 24h-Rennen sind damit nicht alleine sportlicher Wettstreit auf der Strecke, sondern auch das Bewältigen einer gemeinsamen, extremen Herausforderung. Auf dem Nürburgring findet jeder seine ganz persönliche Grenzerfahrung.
Gewertet wird in den Disziplinen Einzelfahrer sowie Zweier-, Vierer- und Achterteam. Extremsportler, wie passabel trainierte Hobby-Rennfahrer, kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Am Ende werden die Ergebnisse über die Anzahl der zurückgelegten Runden und die Zielzeiten ermittelt.

Erschöpfung und Zufriedenheit nach 24 Stunden „Grüne Hölle“

Eine Runde über die Grand Prix-Strecke und die Nordschleife misst in der „Rad am Ring“-Version rund 26 Kilometer und hält neben knapp 80 Kurven auch nahezu 600 Höhenmeter bereit. Wie nicht anders zu erwarten, ist der Rennstreckenasphalt perfekt und bietet vor allem in den kurvigen Bergab-Passagen ordentlich Grip. Bis zu 100 km/h wurden in der Fuchsröhre, dem schnellsten Abschnitt der Strecke, für unsere Teams bei äußerst schwierigen Windverhältnissen mit Böen bis zu 75 km/h gemessen. Höchstgeschwindigkeit ist dabei aber nicht unbedingt notwendig.
Unvermeidbar hingegen ist der Anstieg zum Streckenabschnitt „Hohe Acht“ mit kurzfristig bis zu 17 Prozent Steigung. Spätestens hier verstehen auch Radsportler den Beinamen „Green Hell“, den Formel 1-Legende Jackie Stewart dem Nürburgring in den 70er-Jahren verlieh. Die Mannschaften des Kdo SanDstBw bestanden dabei aus einem breit aufgestellten Mix aller Dienstgradgruppen und Laufbahnen des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, vertreten durch Soldatinnen und Soldaten aus dem Kommandobereich des Kommandos Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung, den Bereichen Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung und des Kdo SanDstBw. Erstmals waren auch zwei Frauen integriert und Team 2 und 3 fuhren somit als Mixed Teams in der Männerwertung mit, da es bei dieser Veranstaltung leider keine eigene Wertung gab.

Top-Ergebnisse

Am Ende zeichneten sich mit den Plätzen 37, 47 und 267 bei mehr als 700 teilnehmenden Viererteams, wirklich tolle Ergebnisse in der Gesamtwertung und in den jeweiligen Altersklassenwertungen ab. Bemerkenswert ist weiterhin, dass es kein Team mit einer Frau gab, welches in der Gesamtplatzierung vor Team Kdo SanDstBw 2 lag! Für eine erneute Teilnahme an diesem beeindruckenden Rennen in 2018 wurden schon die ersten Pläne geschmiedet.

Teams und Unterstützer nach der Zieleinfahrt.

Text: Uwe Sigmund

Fotos: Sportograf/Jan Steglich; Uwe Sigmund

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