Australien gewinnt Internationalen Deutschlandpokal im Rettungsschwimmen

Die Rettungsschwimmer aus Down Under haben den 29. Internationalen Deutschlandpokal der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gewonnen. Die amtierenden Weltmeister setzten sich in der Schwimmhalle der Bundeswehr-Sportschule in Warendorf vor den großen Erzrivalen aus Neuseeland durch. Bronze sicherte sich die von der DLRG gestellte deutsche Nationalmannschaft.

„Wir haben über zwei Tage einen hochkarätigen Wettkampf mit vielen schnellen Zeiten und nationalen wie internationalen Rekorden gesehen“, sagte Veranstaltungsleiter Kai Schirmer. „Die Bedingungen in der Schwimmhalle der Bundeswehr sind auch über 30 Jahre nach dem ersten Deutschlandpokal immer noch exzellent“, so der DLRG Sportdirektor weiter. Auch deshalb verknüpften die Athleten aus aller Welt den Rettungssport in Deutschland vor allem mit Warendorf.

Deutsche Frauen stark

Das deutsche Team verstärkten bei der Veranstaltung mit 180 Teilnehmern aus acht Nationen drei Sportsoldaten der Sportfördergruppe Rettungsschwimmen. Undine Lauerwald war an ihrer täglichen Trainingsstätte im Mehrkampf der Frauen siegreich. Die 21-Jährige, die im Verein für die DLRG Halle-Saalekreis startet, trat in fünf der sechs Einzeldisziplinen an. Die Bilanz: Zwei Siege, zwei zweite und ein fünfter Platz. Vereinskameradin Lena Oppermann belegte im Gesamtklassement den Silberrang. Die Juniorin trat in vier Wettbewerben an, die alle in die Wertung eingingen. Die 18-Jährige Schülerin zeigte jedoch keine Nerven und siegte im 50 Meter Retten einer Puppe in neuer Junioren-Weltrekordzeit von 33,43 Sekunden sowie im 100 Meter Retten mit Flossen mit neuem Junioren-Europarekord (58,19 Sekunden). Hinzu kamen zwei dritte Plätze.

Alica Gebhardt feierte als Zweite im 200 Meter Super Lifesaver ihr bestes Ergebnis. Die 26-Jährige verabschiedete sich als Siebte im Mehrkampf, und damit als drittbeste Deutsche, als Sportsoldatin in Warendorf. Auch führ ihren Trainingspartner Max Tesch war der diesjährige Deutschlandpokal der letzte Wettbewerb als Mitglied der Sportfördergruppe Rettungsschwimmen. Im Vorjahr war der 27-Jährige noch zweitbester Mehrkämpfer. Den Sprung aufs Podium schafft er diesmal nicht. Dafür war die Konkurrenz aus Übersee zu stark. Tesch schlug diese jedoch im abschließenden 200 Meter Super Lifesaver, setzte sich an die Spitze des Feldes und kletterte in der Gesamtwertung noch auf Platz vier. Er war der einzige deutsche Sportler unter den besten Zehn.

Weltrekord für Harrison Hynes

Über 100 Meter Retten mit Flossen und Gurtretter ließ Harrison Hynes die Muskeln spielen. Der Australier verbesserte den sechs Jahre alten Weltrekord des Italieners Ippolito und blieb mit 48,91 Sekunden als erster Rettungsschwimmer unter 49 Sekunden in dieser Disziplin. In der Endabrechnung belegte Hynes zwischen den beiden Neuseeländern Fergus Eadie als Gesamtsieger und Chris Dawson den zweiten Platz. Welt- und Europameister Tim Brang aus Köln konnte sich nicht in Bestform präsentieren und beendete den Wettkampf auf Rang elf.

Einen neuen deutschen Rekord gab es im 4 x 25 Metter Retten einer Puppe. Das Trio Lauerwald, Oppermann und Gebhardt siegte gemeinsam mit Anna-Fiona Volz, Zehnte in der Einzelwertung, mit neuer Bestzeit von 1:17,16 Minuten. In gleicher Zusammensetzung siegten die Frauen auch in der 4 x 50 Meter Gurtretterstaffel.

Westfalen gewinnt Wettstreit der Landesverbände

Unter den insgesamt 180 Rettungsschwimmern aus acht Nationen waren zahlreiche Athleten, die für die Auswahlmannschaften ihrer DLRG Landesverbände an den Start gingen. Der DLRG Westfalen gelang es, den Titel erneut zu verteidigen und ihre Serie auf vier Siege am Stück auszubauen. Der Landesverband Rheinland-Pfalz hatte knapp das Nachsehen. Dessen Sportler sammelten 32.614 Punkte und damit nur 30 weniger als die westfälischen Konkurrenten. Rang drei ging an die DLRG Niedersachsen.

Zum Wiedersehen mit den Rettungssportlern aus Neuseeland und Down Under kommt es auf jeden Fall im kommenden Jahr, wenn auch nicht unbedingt in Warendorf: Im August 2024 findet die nächste Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen in Brisbane, Australien, statt.

Alle Infos zu und Ergebnisse vom 29. Internationalen Deutschlandpokal der DLRG sind zu finden unter dlrg.de/dp.

Text: DLRG/Martin Holzhause

Fotos: DLRG/Steph Dittschar, Daniel-André Reinelt, Toma Unverzagt

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