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3 – 2 – 1 – GO!

Filed in Allgemein, Dienstsport by on 11. Januar 2013 0 Comments • views: 30

So heißt es seit kurzem in der Blücherkaserne in Berlin/Kladow jeden Dienstag und Donnerstag um circa 15:00 Uhr
Rappel erklärt das WoD.Die CrossFit – AG des Lazarettregiment 31 Berlin startet ihr „Workout of the Day“.„The sport of Fitness has arrived!“ CrossFit stammt, wie so viele Trends, aus den USA. Als neue Trainingsmethode wurde es um 1980 vom Turnlehrer Greg Glassmann entwickelt. 1995 eröffnete er das erste CrossFit – Studio in Santa Cruz und trainierte dort die ortsansässige Polizei. Seit dem Jahr 2001 ist er mit dem Internetauftritt: www.crossfit.com aktiv und schaffte es so sein Erfolgsprogramm, zunächst in den USA und später auf der ganzen Welt zu verbreiten. Das Ziel dieser Trainingsmethode ist eine allgemeine, allumfassende Fitness zu erreichen. Man differenziert sich ganz klar von jeglicher Spezialisierung. „Das spezielle an CrossFit ist, sich nicht zu spezialisieren!“ Der starke Zuwachs an CrossFittern spiegelt den Erfolg dieses Konzeptes wieder. Derzeit kann CrossFit in weltweit über 4.000 sogenannten „Boxen“, den CrossFit-Studios, betrieben werden. Noch finden wir den größten Anteil davon in den USA. Seit zwei bis drei Jahren schwappt der Trend auch nach Europa über, so dass man mittlerweile in fast jeder deutschen Großstadt mindestens eine Box finden kann.

Definiert wird CrossFit als „ständig variierende funktionale Bewegungen, ausgeführt bei hoher Intensität“. Tatsächlich liegt der Schlüssel des Erfolges in der Variation. Und jeder CrossFitter wird bezeugen können, dass vor allem die Abwechslung und das unbeschreibliche Gefühl nach einem erfolgreich absolvierten WoD, den Reiz dieser Sportart ausmachen. Die Vielzahl an Workouts ergibt sich zum einen daraus, dass man sich an Übungen aus dem Ausdauerbereich, aus Ganzkörperübungen ohne Geräte und aus dem Bereich des Gewichthebens bedient. Hinzu kommt die Vielzahl von Variationen der möglichen Trainingsformen, bei denen die eigene Kreativität die größte Grenze darstellt. Da ausschließlich funktionale Bewegungen ausgeführt werden, ist, trotz der besonders hohen Intensität, CrossFit absolut gesundheitsfördernd.
Zusammenfassend kann man sagen, dass gerade wir als Soldaten, durch CrossFit perfekt auf die hohen Belastungen, vor allem auf jene im Einsatz, vorbereitet werden. Nicht umsonst trainieren in den USA die Militärs, die Feuerwehr und die Polizei schon seit langem nach diesen Prinzipien. In das Konzept der „Soldaten – und Funktionsfitness“, wie es im Fachsportleiterlehrgang „Military Fitness Instructor“ gelehrt wird, lässt sich CrossFit als ein Teil der Ausbildung hervorragend integrieren.Die Box, fast fertig renoviert und eingerichtet.

„CrossFit Blue Snake“
Seit dem 30. Oktober 2012 ist das Lazarettregiment 31 Berlin offiziell mit der Military CrossFit Box „CrossFit Blue Snake“ in die Reihen der CrossFit-Boxen aufgenommen worden. Ende 2010 brachte ein Kamerad die Ideen dieser Sportart in unser Regiment und steckte unmittelbar die ersten Kameraden an. Seit dem wird in der Sporthalle der Blücher-Kaserne bis zu fünf Mal pro Woche, frei nach dem Motto: „Your WORKOUT is my WARM UP!“, trainiert.
Im Juni diesen Jahres, erlangte der erste Übungsleiter der AG den Trainerschein „CrossFit Level 1 Trainer Certificate“. Dieser ist die Voraussetzung dafür, sich offiziell als CrossFit – Box anmelden zu können. Aufgrund der Verbundenheit von CrossFit, Inc. zu den Streitkräften, ist die Anmeldung als militärische CrossFit – Box ohne finanzielle Verpflichtungen möglich.
Dank unseres Kommandeurs, Herrn Oberfeldarzt Dr. Evers, konnten wir eine fast in Vergessenheit geratene Squash-Halle entrümpeln, renovieren und nun als CrossFit – Box nutzen. Geräte braucht man zum Trainieren nicht viele. Im Grunde ist das STAN-Gerät der Truppe völlig ausreichend. Ergänzt werden kann dieses durch Sandsäcke, Kettlebells, LKW-Reifen, Hämmer, Benzin- oder Wasserkanister und allem, was der körperlichen Ertüchtigung dienen könnte. Eben in diesem Punkt lässt sich sehr schön die Brücke zwischen dem Sport und den speziellen Anforderungen an den Soldaten schlagen. Im Sinne der Funktionsfitness, kann man durch die Auswahl der Übungen und der verwendeten Geräte, gezielt auf die Anforderungen des Truppenteils eingehen. Es gibt keinerlei Einschränkungen darin, wer am CrossFit teilnehmen kann oder darf. Egal wie alt, jung, fit oder unfit, das Training wird auf jeden Einzelnen angepasst, so dass keiner über- oder unterfordert wird. So kann man zum Beispiel die Gewichte verringern, die Runden kürzen oder für andere sogar noch einen Zahn zulegen. Jeder kommt auf seine Kosten und schafft es seine körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern.
„AMRAP, TABATA und Co“
Ein typischer Trainingstag hier bei uns sieht zum Beispiel wie folgt aus. Kaum umgezogen, geht es gemeinsam an das Warmup. Dabei wird der Kreislauf so richtig in Schwung gebracht und die wichtigsten Gelenke mobilisiert. Kleine Spiele helfen die Koordination zu trainieren und lockern das Ganze etwas auf. Da die Gesundheit absoluten Vorrang hat, geht fast kein Training ohne entsprechendes Techniktraining los. Die Verbesserung der Bewegungsausführung führt zum einen zu besseren Ergebnissen, zum anderen hilft es Verletzungen vorzubeugen. Von Zeit zu Zeit erfolgt vor dem eigentlichen WoD noch eine kurze Krafteinheit, in der man gezielt ein bis zwei Muskelgruppen anspricht und trainiert.
Kern des Trainings ist jedoch das Workout of the Day. Dieses könnte zum Beispiel ein
AMRAP 15‘: (as many rounds as possible)
– 12 Push up (Liegestütz)
– 11 Deadlift (Kreuzheben)
– 10 Squats (Kniebeuge)
sein. Hierbei gibt man einen Stationskreislauf vor, welchen man in 15 Minuten so oft wie möglich durchläuft. Die Zeit läuft fast immer mit. Wir kämpfen jedoch nicht gegeneinander, der Feind ist der eigene Schweinehund, der Ehrgeiz, die eigens bestmögliche Leistung zu erbringen. Nachdem alle das Workout beendet haben, führen wir ein kurzes Cool down durch, bringen so den Herzschlag wieder auf Normalniveau. Dies ist nur eine von unzähligen Variationen, wie ein Training aussehen kann. Was einen wirklich erwartet, erfährt man früh morgens mit dem Blick in die Homepage. Eines haben jedoch fast alle Wortouts gemeinsam. Vor Beginn fragt man sich, wie man das bewältigen soll und während dem Workout, wie man das durchsteht. Im Anschluss jedoch, am Boden liegend, völlig erschöpft, überkommt einen dann ein breites Grinsen, der Lohn der Arbeit.
Neueinsteiger sind in unserer Sportgruppe jederzeit gern gesehen. Wir würden uns auch über Besucher von Außerhalb unseres Regimentes freuen. Wer als Soldat dienstlich oder privat in Berlin unterwegs ist, sollte den Kontakt zu uns nicht scheuen. Auch die Kameraden der Feuerwehr und Polizei können sich gern an uns wenden und nach Absprache an Trainings teilnehmen. Da sich CrossFit immer größer Beliebtheit erfreut, sind mittlerweile in vielen Dienststellen aktive CrossFitter anzutreffen. Wir würden uns freuen, wenn sich der ein oder andere auf unserer Homepage bemerkbar machen würde. Vielleicht, so waren es auch die Gedanken der CrossFitter aus Munster, kann man in naher Zukunft die ein oder andere Gruppe zu einem Wettkampf herausfordern.
In diesem Atemzug möchte ich auch auf den „3. Crosslauf Lazarettregiment 31 Berlin“, welcher am 15. Mai 2013 auf dem Standortübungsplatz Döberitzer Heide stattfindet, aufmerksam machen.
Wie wir als Regiment uns darauf vorbereiten? 3 – 2 – 1 – GO!

Nähere Informationen unter:
CrossFit: www.crossfit.com
CrossFit Blue Snake: www.crossfit-bluesnake.de
Crosslauf LazRgt 31: www.bundeswehr-berlincrosslauf.de

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