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Überzeugender Weltcup-Auftakt der deutschen Skibergsteiger in Andorra

Filed in Allgemein, Skibergsteigen by on 25. Januar 2016 0 Comments • views: 50

Die vier jungen DAV-Skibergsteiger, Hauptgefreiter Toni Palzer, Hauptgefreiter Cornelius Unger, Obergefreiter  Philipp Schädler und Stefan Knopf, feierten einen erfolgreichen Auftakt in die Weltcupsaison 2015/16. Allen voran der 19-jährige Stefan Knopf von der DAV Sektion Berchtesgaden ließ die internationale Konkurrenz mit seinem 5. Platz im Vertical-Rennen am Sonntag aufhorchen.

Heftige Schneefälle und viel Wind in Font Blanca, Andorra, sorgten am Samstag dafür, dass die Organisatoren das Individual-Rennen zeitlich nach hinten verschieben mussten. Die gefährliche Lawinensituation zwang den Veranstalter dazu, das Rennen aus Sicherheitsgründen in das Skigebiet zu verlegen. Mit zweistelligen Minusgraden kamen die deutschen Skibergsteiger bei dem technisch ausnahmsweise weniger anspruchsvollen Rennen gut zurecht. Toni Palzer gewann in der Espoir-Klasse (U23) und kam bei den Herren auf einen hervorragenden 6. Platz (1:26:18 h). „Ich habe in letzter Zeit im Training ziemlich große Umfänge gemacht, damit ich die lange Saison aushalte. Das Rennen heute war von Anfang an extrem schnell und die erste Runde hat mich viel Kraft gekostet. Erst am Ende der dritten von vier Runden hatte ich das Gefühl, dass es bei mir läuft. Die kalten Temperaturen und der Wind haben mir nix ausgemacht, weil ich ja genügend Fettreserven habe!“

Philipp Schädler erkämpft sich den 37. Platz (1:36:14 h), knapp gefolgt von seinem Mannschaftskollegen, Cornelius Unger. „Es war heute ein richtig kaltes und windiges Rennen. Ich hätte mir lieber ein langes und technisch anspruchsvolleres Individual gewünscht. Aber besser ein Rennen auf der Piste als gar kein Rennen.“

Cornelius Unger lief mit einer Zeit von 1:36:31 h auf den 12. Platz bei den Espoir (38. Platz Herren). „Mit meinem zwölften Platz bei den Espoir bin ich schon ganz zufrieden. Ich habe gemerkt, dass ich im Vergleich zum Vorjahr einen Leistungssprung gemacht habe. Aber der Weltcup wird einfach jedes Jahr schneller. Heute war es ein reines Pistenrennen. Ich bin mal gespannt wo ich dann bei einem richtigen Individual stehe.“

Stefan Knopf lief bei seinem ersten Weltcuprennen auf den 11. Platz bei den Junioren. „Dafür, dass es mein erstes Weltcuprennen war, bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung! In den Aufstiegen habe ich mich richtig gut gefühlt. Da habe ich immer einige Plätze gut gemacht. Aber bei den Wechseln muss ich noch sehr viel üben. Da habe ich schon viel Zeit verloren. Wenn das noch klappt, sind schon noch einige Minuten drin.“

Extrem knapp war es an der Spitze des Rennens. Der Spanier Kilian Jornet holte sich den Sieg (1:23:48 h) vor dem Italiener Michele Boscacci (1:23:59 h) und dem Drittplatzierten Schweizer Werner Marti (1:24:50 h).

Am Sonntag fand bei perfekten und sonnigen Bedingungen das Vertical-Rennen mit 730 Höhenmetern im Aufstieg statt. Toni Palzer holt sich in der Espoir-Klasse den zweiten Platz (5. Platz Herren, 27:28 min) hinter dem in dieser Saison extrem starken Schweizer, Remi Bonnet. Stefan Knopf, der Rohdiamant auf Ski aus Berchtesgaden, holt sich bei den Junioren sensationell den 5. Platz. Cornelius Unger erreicht sein selbst gestecktes Ziel und lief in der U23-Wertung auf den 8. Platz (31. Platz Herren, 29:52 min). Philipp Schädler erreichte nach 30:40min das Ziel.

„Mit meiner Leistung heute bin ich voll zufrieden. Zu Beginn habe ich es etwas gemütlicher angehen lassen und oben raus konnte ich dann nochmal richtig Gas geben. Ich fühle mich dieses Jahr vor allem bei den Verticals ziemlich stark. Ich will bei den Herren dieses Jahr unter die Top 25 laufen. Bis zur Europameisterschaft in vier Wochen habe ich ja noch ein bißchen Zeit“, fasste Cornelius Unger nach dem Rennen zusammen.

Bei den Herren unterstrich der spanische Ausnahmeathlet, Kilian Jornet, seine exzellente Form und gewann das Rennen in einer Zeit von 26:50min.

„Mit der  Mannschaftsleistung bin ich sehr zufrieden. Das erste Weltcuprennen der Saison ist immer zum Reinfinden. Das Tempo ist ein ganz anderes als bei nationalen Rennen. Wir freuen uns jetzt alle auf beste Trainingsbedingungen zu Hause. Ich denke, dass alle bis zum Saisonhöhepunkt bei der Europameisterschaft in der Schweiz, topfit sein werden“, resümierte der Betreuer der DAV Nationalmannschaft Skibergsteigen, Bernhard Bliemsrieder.

Text: Johannes Schmid

Fotos: Johannes Schmid / Willi Seebacher

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