Silberner Auftakt für deutsche Biathleten: Mixed-Staffel WM-Zweite hinter Frankreich

Zum Auftakt der Biathlon-WM am Holmenkollen in Oslo (NOR) hat die deutsche Mixed-Staffel Silber gewonnen. In der Besetzung Franziska Preuß, Oberfeldwebel Franziska Hildebrand, Arnd Peiffer und Simon Schempp musste sich das deutsche Team nur knapp den Franzosen geschlagen geben. Dritte wurde die Staffel des Gastgebers Norwegen.

Erstes Rennen, erste Medaille: Die deutschen Biathleten sind mit Silber in der Mixed-Staffel hervorragend in die Biathlon-WM in Oslo gestartet. Dabei hatte Startläuferin Franziska Preuß zunächst einen Fehlstart hingelegt. Nach einer verhaltenen ersten Runde und zwei Nachladern beim Liegendschießen fand sich die 21-jährige zwischenzeitlich nur auf Platz 17 wieder. Doch mit einem fehlerfreien Stehendanschlag und einer Steigerung in der Loipe konnte sich Preuß bis zum Wechsel noch auf Platz vier mit Sichtkontakt zur Spitze nach vorne arbeiten. Franziska Hildebrand verkürzte den Rückstand auf die Spitze weiter und kam trotz zweier Nachlader beim Liegendschießen zeitgleich mit Frankreich, der Ukraine und Norwegen zum Stehendschießen, wo sie als Einzige des Führungsquartetts fehlerfrei blieb und in Führung ging.

Doch bis zum Wechsel hatten die drei Verfolger wieder zu Hildebrand aufgeschlossen und auch nachdem Arnd Peiffer seinen Wettkampf mit einer guten Laufleistung und nur einem Nachlader beim letzten Stehendschuss beendet hatte, stellte sich das Bild unverändert dar: Nahezu zeitgleich machten sich mit Simon Schempp für Deutschland, Tarjei Bö für Norwegen, Martin Fourcade für Frankreich und Dmytro Pidrutschnji für die Ukraine die Schlussläufer auf die Reise. Dahinter klaffte bereits ein großes Loch. Eine erste kleine Vorentscheidung fiel dann bereits beim Liegendschießen, als Tarjei Bö alle Nachlader benötigte, um die Scheiben abzuräumen und sich einen Rückstand von fast 20 Sekunden auf die Spitze einhandelte, die erst der fehlerfreie Pidrutschnji übernahm, der aber dann auf der zweiten Laufrunde von Fourcade und Schempp überholt wurde. Fourcade und Schempp kamen zeitgleich zum letzten Schießen und benötigten je einen Nachlader, so dass die Entscheidung um Gold auf der Strecke fallen musste. Und dort erwies sich schließlich der Franzose als der Tempohärtere der beiden Dauerrivalen und konnte am letzten kleinen Anstieg vor dem Ziel die entscheidende Lücke reißen. Am Ende fehlten der DSV-Staffel gerade einmal 4,3 Sekunden zum Gold und zum perfekten Auftakt in die WM, die am Samstag mit den beiden Sprintrennen fortgesetzt wird.

Text und Fotos: Viessmann Werke

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