DKV-Nachwuchsathleten erkämpfen bei der U23-/JWM vier Titel

Mit zwei Titeln für die Kajak-Damen sowie einem für die Kajak-Herren der U23 und einem im Kajak der Herren Junioren kehren die DKV-Nachwuchsathleten von den U23- und Juniorenweltmeisterschaften in Minsk zurück. Dabei schnitten Jasmin Fritz und Nina Krankemann (beide Magdeburg) als Doppelweltmeisterinnen am erfolgreichsten ab.

Jasmin Fritz verteidigte zunächst am Samstag gemeinsam mit Tabea Medert (Potsdam), Hauptgefreiter Melanie Gebhardt (Leipzig) und ihrer Vereinskollegin Nina Krankemann souverän den Titel im K4 der U23-Damen über 500m vom Vorjahr in Montemor. Das deutsche Quartett setzte sich dabei vor Spanien und Ungarn durch. Nachwuchs-Chefcoach Detlef Hofmann unterstrich dazu: „Dass die U23-Damen ihren WM-Titel im Vierer verteidigt haben, kann man nicht hoch genug bewerten. Trainer Ralf Straub hat die Mädels super eingestellt, so dass sie auch mit der Favoritenrolle umgehen konnten. Denn als Gejagte in das Rennen reingehen und dem Druck standhalten, dass muss man auch alles erst mal schaffen.“ Heute holte das Duo Fritz/Krankemann im letzten Finale des Championats von Minsk zum zweiten Streich aus und erkämpfte auch im Zweier-Kajak über 500m Gold vor der Konkurrenz aus Russland und Ungarn.

Bereits am heutigen Vormittag sorgten Max Lemke (Mannheim-Sandhofen) und Felix König (Potsdam) mit dem WM-Titel im K2 der U23-Herren über 200m für den größten Sprinterfolg der DKV-Boote am heutigen Tag. Das deutsche Duo setzte sich vor den Booten aus Ungarn und Italien durch. Zuvor hatte Max Lemke im K1-Finale  über 200m Rang fünf belegt.

Der vierte Titel für den DKV-Nachwuchs ging auf das Konto der Junioren. Jakob Schopf (Berlin) gewann im K1 der Herren Junioren über 1000m vor dem Briten Magnus Gregory und Jean van der Westhuizen aus Südafrika. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich als junger Athlet soweit komme. Das ist echt unglaublich, besser geht´s ja gar nicht. Der Start war zwar nicht der beste, aber okay. Zum Schluss konnte ich dann meinen Endspurt, den ich ja liebend gerne auspacke, richtig schön durchpaddeln“, meinte er zu seinem Rennen und erhielt prompt großes Lob vom Chefcoach: „Das war ein phänomenaler Lauf von Jacob. Er hat sich am Anfang nicht verrückt machen lassen, als der Südafrikaner vorne war, sondern ist sein Rennen durchgefahren und konnte im Finish gegen den Engländer kontern.“

Vizeweltmeister wurden im K2 der U23-Herren über 1000m hinter dem Boot aus Tschechien Gefreiter Felix Landes (Neckarsulm) und Hauptgefreiter Lukas Reuschenbach (Oberhausen-Sterkrade), die sich knapp vor Russland behaupteten. Im K4 der Damen-Junioren über 500m sicherten sich Katinka Hofmann (Karlsruhe), Jule Hake (Lünen), Kim Riedle (Karlsruhe) und Clara Thieme (Potsdam) hinter den Siegerinnen aus Ungarn und knapp vor dem Quartett aus Russland die Silbermedaille.

Zweimal Bronze erkämpften Annika Loske und Ophelia Preller (beide Potsdam) im C2 der Damen Junioren. Beide mussten sowohl über 500m als auch über 200m jeweils den Konkurrentinnen aus Weißrussland und Russland den Vortritt lassen.

Darüber hinaus verzeichnete der DKV-Nachwuchs eine Reihe weiterer guter Finalplatzierungen. Gleich fünfmal mussten die Athleten mit dem undankbaren vierten Rang Vorlieb nehmen: Yul Oeltze (Magdeburg) schrammte im C1 der U23 über 1000m ebenso wie Michael Müller (Magdeburg) und Hauptgefreiter Conrad Robin Scheibner (Berlin) im C2 über 1000m und der K2 der Herren Junioren über 1000m mit Jakob Kurschat (Dresden) und Martin Hiller (Potsdam) an Bronze vorbei. Auch der K4 der U23-Herren über 1000m mit Gefreiter Felix Landes (Neckarsulm), Hauptgefreiter Lukas Reuschenbach (Oberhausen-Sterkrade), Karl Weise (Dresden) und Tamas Gecsö (Potsdam) verpasste einen Medaillenrang nur knapp. Im K2 der Damen Junioren über 500m kam paddelten Saskia Regorius (Potsdam) und Kim Riedle (Karlsruhe) ebenfalls auf Platz vier.

DKV-Präsident Thomas Konietzko machte dem Nachwuchs-Team ein großes Kompliment und unterstrich: „Mit diesem Ergebnis können wir mehr als zufrieden sein. Alle sind über sich hinausgewachsen.“ Auch Nachwuchs-Chefcoach Detlef Hofmann freute sich über die erfüllte Zielstellung von acht Medaillen und äußerte als Fazit: „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, mehr ist es jedoch noch nicht. Im Prinzip gilt es jetzt hart weiterzuarbeiten. Es sind immer mehr Nationen, die in die Medaillenränge vorstoßen, wie z.B. Georgien, Ecuador und Griechenland. Es wird zunehmend immer enger im Kampf um die Medaillen. Auch aus diesem Grund können wir das Abschneiden positiv bewerten.“

Text: DKV

Foto: Martina Amrein

WM_Kanu_U23_Damen
Den Titel im K4 der U23-Damen erfolgreich verteidigt: Nina Krankemann, Tabea Medert, Jasmin Fritz, Melanie Gebhardt (v. l. n. r.).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.