Deutschland-Achter gewinnt Silber

Silber für Deutschland! In einem spannenden Finale ruderte der Deutschland-Achter bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro auf den zweiten Platz hinter dem bärenstarken Team aus Großbritannien. Das Rennen war packend bis zum Schluss: Auf den letzten 500 Metern entwickelte sich mit den Niederländern ein echter Schlagabtausch, den die deutschen Ruderer mit großem Kampf auf den letzten Metern für sich entschieden. Die Briten hatten auf den ersten 1.000 Metern einen Vorsprung von knapp einer Bootslänge herausgerudert, den beide nicht mehr merklich verkürzen konnten. Der Rückstand zu den Siegern betrug am Ende eine halbe Länge.
„Ich bin glücklich, dass wir Silber gewonnen haben. Wir haben auf Gold gehofft, aber es war das erwartete Ergebnis. Wir waren jetzt dreimal Zweiter bei den Weltmeisterschaften, Großbritannien war das beste Boot im Feld. Von daher eine Gratulation an den verdienten Sieger“, sagte Bundestrainer Ralf Holtmeyer und analysierte: „Die Entscheidung ist auf den zweiten 500 Metern gefallen.“

Explosiver Start

Unter den Augen von IOC-Präsident Thomas Bach legte der Deutschland-Achter bei strahlendem Sonnenschein auf der Lagune Rodrigo de Freitas einen explosiven Start hin. Das grüne Boot der Deutschen ruderte auf der mittleren Bahn, ebenso wie gleich daneben die Briten, die sich zu Beginn einen kleinen Vorsprung sicherten. Der Deutschland-Achter blieb zunächst dran, ebenso wie knapp dahinter die Niederlande und Neuseeland.

Knackpunkt auf den zweiten 500 Metern

Auf der ersten Streckenhälfte hatte sich Großbritannien mit einer hohen Schlagzahl deutlich an die Spitze gesetzt, zweieinhalb Sekunden betrug der Vorsprung vor Deutschland. Im Anschluss lieferte sich das deutsche Flaggschiff einen Bord-an-Bord-Kampf mit den Niederländern, deren Angriffe der zweitplatzierte Deutschland-Achter immer wieder konterte. Die beiden Großboote zogen Sprint um Sprint an, um sich den Briten zu nähern. Die Neuseeländer mussten bei diesem Tempo schnell abreißen lassen. Die Weltmeister aus Großbritannien aber ließen nicht merklich nach.

Spannendes Finale

Die Dominanz der Briten war an diesem Tag einfach nicht zu brechen. Knapp eine halbe Bootslänge brachten die Ruder-Weltmeister der vergangenen drei Jahre ins Ziel. Die Deutschen, mit Maximilian Munski, Malte Jakschik, Andreas Kuffner, Eric Johannesen, Maximilian Reinelt, Stabsunteroffizier (FA) Felix Drahotta, Stabsunteroffizier (FA) Richard Schmidt, Hannes Ocik und Steuermann Martin Sauer, kämpften auf den letzten Metern und sicherten sich im Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Holland Silber.

Lächeln wiedergefunden

Das fünfte Olympia-Gold blieb den Deutschen zwar verwehrt, über die dritte Silbermedaille nach 1964 und 1996 freuten sich trotzdem alle. Im Ziel noch war den Sportlern die Enttäuschung anzusehen. Sie hatten für den Traum von Gold alles gegeben, sich vier Jahre lang vorbereitet. Doch schon bei der Siegerehrung hatten sie vor der vollen Tribüne ihr Lächeln längst wiedergefunden. „Im ersten Moment ist man enttäuscht, das ist normal. Aber dann merkt man doch, was man erreicht hat. Wir sind glücklich über Silber“, sagte Malte Jakschik und traf damit die Meinung aller Sportler des Teams Deutschland-Achter.

Text und Fotos: Deutschland-Achter GmbH

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