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Goldsprinter Nico Ihle – Der Sachsen-Blitz ist zurück!

Filed in Allgemein, Eisschnelllauf, Spitzensport by on 25. November 2016 0 Comments • views: 175

Auf Silber folgte Gold in der Olympia-Arena von Nagano. Hauptfeldwebel Nico Ihle gewann erstmals einen 500-m-Weltcup. In bärenstarken 34,82 Sekunden katapultierte sich der Chemnitzer auf höchste Treppchen. Der zweite ganz große Coup nach dem 1.000-m-Sieg am 6. Dezember 2014 in Berlin. Worte konnte der Champion anschließend kaum finden. „Der Wahnsinn…“ Er war – quasi als Nachrücker – in die A-Gruppe geschlüpft und musste gleich im ersten Rennen aufs Eis. „Die Zeit hat dann wohl alle beeindruckt.“ Der Niederländer Jan Smeekens (34,89) und der Chinese Min-Kyu Cha (34,96) kamen ihm am nächsten.
Fünfter über 1.000 Meter, Zweiter im Team-Sprint. Und nun auf dem höchsten Treppchen. Nagano 2016 wird der 30-jährige so schnell nicht vergessen. Denn nach dem Doppelschlag im März 2014 (als Dritter und Zweiter) in Inzell waren die Sprint-Resultate nicht mehr allererste Sahne. „Ich habe schon gezweifelt, ob mir nicht eher die tausend Meter liegen. Jetzt weiß ich, dass es beide Strecken sind.“ Seinen Lauf (es gab in Nagano nur ein 500-m-Rennen) beschreibt er nicht einmal als perfekt, „dafür hat es mich doch ein bisschen rausgetragen, aber es hat dennoch hingehauen. Ist schon krass.“ Dabei hätte das Happyend gar nicht stattfinden können. Nico hatte sich in Harbin nicht für die A-Gruppe qualifiziert, sollte jetzt im letzten B-Rennen antreten. Der Schiedsrichter reihte ihn – fälschlicherweise – bei den Besten ein. „Diese Auslosung war falsch und das ist erst heute Mittag aufgefallen“, beschreibt Leger den schönen Zufall. Niemand protestierte und der Sprinter griff zu…
Das wäre der Anlass für eine teaminterne Feier. Die aber in der Olympiastadt von 1998 kaum stattfinden wird. Um 3.00 Uhr geht es via Tokio wieder in die Heimat. „Wir könnten höchstens durchmachen“, grinst Nico Ihle, dessen Goldmedaille die Krönung seiner Sprint-Karriere darstellt.

Am Tag zuvor errang er im Teamsprint mit Bruder Hauptfeldwebel Denny Ihle und Unteroffizier (FA) Joel Dufter in 1:21,27 Minuten die Silbermedaille. Sie wurden nur von den Kanadiern geschlagen, aber im direkten Duell wurde Japan bezwungen. „Endlich“ konnte auch Coach Hauptfeldwebel Danny Leger in Nagano durchschnaufen.

Text und Fotos: DESG

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