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Karateka auf dem Weg zu Olympia – Deutsche Sportsoldaten erkämpfen Titel bei den German Open in Halle

Filed in Kampfsport, Karate, Spitzensport by on 29. September 2017 0 Comments • views: 41

Vom 8.-10 September reiste die Karate-Weltelite nach Halle/Saale zu den German Open 2017. Mehr als 1.400 Athleten aus über 87 Nationen nahmen an einer der größten und wichtigsten Karate-Sportveranstaltung des Jahres teil.Vom 8.-10 September reiste die Karate-Weltelite nach Halle/Saale zu den German Open 2017. Mehr als 1.400 Athleten aus über 87 Nationen nahmen an einer der größten und wichtigsten Karate-Sportveranstaltung des Jahres teil.Die German Open sind Teil der K1 Premier League. Diese Serie aus weltweit fünf Turnieren steht neben den Welt- und Kontinentalmeisterschaften für alle Karate-Nationen ganz oben auf der Agenda. Deren Gesamtsieger wurden in diesem Jahr ebenfalls in Halle ermittelt und ausgezeichnet. Für die Teilnehmer galt es zudem, wichtige Punkte für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio zu sammeln. Eine schlagkräftige deutsche Mannschaft, für die neben den erfolgreichsten Karateka des Landes und zahlreiche Nachwuchskräfte nominiert wurden, spielte während des dreitägigen Großevents eine wichtige Rolle bei der Medaillenvergabe. Die wesentlichen Leistungsträger in der Auswahl der DKV-Bundestrainer stellen dabei vor allem die Mitglieder der Sportfördergruppe der Bundeswehr dar.

Silber für Jonathan Horne

Nach seinem Turniersieg beim ersten Premier League Event des Jahres in Rotterdam/Holland wurde der Kaiserslauterer Sportsoldat auch in Halle seiner Favoritenrolle gerecht. Nach überzeugen- den Auftritten in der Vorrunde qualifizierte sich Horne wie schon im Vorjahr für das Finale der German Open. Unter anderem besiegte er Kontrahenten aus Italien, Slowakei, Mazedonien, Frankreich und Kanada. Die Finalbegegnung mit Gogita Arkania, Weltmeister 2014, war bis zum Ende hart umkämpft. Der Georgier ging zu Beginn der Begegnung schnell mit einer Kontertechnik mit 1:0 in Führung und konzentrierte sich dann hauptsächlich darauf den Kampf zu vermeiden. Trotz einiger klarer Aktionen gelang es Jonathan Horne nicht mehr auszugleichen, sodass er sich mit Rang zwei bei den German Open begnügen musste. Trotzdem bestätigte Jonathan auf dem Weg zu Olympia 2020 seine große Klasse.

Bronze für das Kata-Damen-Team

Sophie Wachter und Jasmin Bleul verpassten in der starken internationalen Konkurrenz in den Kata-Einzelwettbewerben zwar den Schritt über die Vorrunde, gemeinsam mit ihrer Teamkameradin Christine Heinrich freute sich das Bundeswehr-Duo aber über den Gewinn der Bronzemedaille in der Disziplin Kata-Team Damen. Nur gegen die amtierenden Weltmeisterinnen aus dem Karate-Ursprungsland Japan mussten sich die Schützlinge von BT Efthimios Karamitsos geschlagen geben. Somit erreichten die Weltmeisterinnen von 2014 in Halle den dritten Rang und untermauerten ihre Ausnahmeposition auf internationalem Parkett.

Noah Bitsch erkämpfte die Bronzemedaille bei den Kumite Herren -75kg

Der Thüringer Spitzenathlet präsentierte sich im Mittelgewicht der Kumite Herren in einer starken Verfassung. Nach vier klaren Siegen über Belgien, Estland, Saudi-Arabien und England stand Noah Bitsch im Viertelfinale dem Usbeken Otabolaev gegenüber.
Der Thüringer unterlag dem Asiaten sehr knapp mit 0:1, hatte aber damit noch die Chance im Anschluss um die Bronzemedaille zu kämpfen. Im weiteren Verlauf der Trostrunde besiegte Noah den Japaner Yuti Mori und trat im Kampf um Bronze gegen den Türken Fatih Sen an. Diese Begegnung ging mit 2:0 Punkten zugunsten des Deutschen aus, was somit weiteres Edelmetall für Team Deutschland bedeutete.

Platz Drei für Johanna Kneer

Johanna Kneer bewies nach ihrem Sieg bei dem Series A-Turnier in Toledo auch in Halle, dass sie weltweit zu den Top-Kämpferinnen in der Kategorie Kumite Damen -68kg gehört.
Einem 3:0-Erfolg gegen Serbien folgten klare Siege über Kämpferinnen aus der Slowakei (7:1), Frankreich (7:1) und Norwegen (9:3). Das Poolfinale entschied die Sportsoldatin aus Ravensburg zwar mit 1:0 für sich, musste aber dann im Kampf um den Finaleinzug einer slowakischen Athletin mit 1:5 den Vortritt lassen. Den Kampf um Bronze gegen Frankreich bestimmte Johanna Kneer klar mit 4:0.

Mit insgesamt vier Podiumsplatzierungen erzielten die Karateka von der Sportfördergruppe der Bundeswehr ein wirklich beachtliches Ergebnis. Die deutsche Auswahl gehörte mit insgesamt sechs Mal Edelmetall zu den drei erfolgreichsten Nationen bei den German Open.
Mit diesen Resultaten wurden gute Voraussetzungen für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio geschaffen. In den kommenden Monaten geht es dann in die heiße Phase auf dem Weg zu den olympischen Wettkämpfen in der japanischen Metropole.

Text und Fotos: Christian Grüner

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