Skimountaineering: Toni Palzer holt Silber im Gesamtweltcup

Anfang April fand im italienischen Madonna di Campiglio das große Saisonfinale des ISMF Skimountaineering Weltcups statt. Mit Sprint, Vertical und einem abschließenden Individual standen noch einmal alle drei Disziplinen auf dem Programm, ehe dann zum Abschluss die begehrten Kristallkugeln für die beste Skibergsteigerinnen und Skibergsteiger der Weltcup-Saison vergeben wurden. Stabsunteroffizier Toni Palzer konnte nach einer erfolgreichen Saison gleich zwei Kristallkugeln mit nach Hause nehmen.

Sprint Rennen – Palzer und Lautenbacher in den Top 10

Bei strömendem Regen und Flutlicht fand der letzte Sprintbewerb auf dem berühmten und äußerst steilen Slalomhang „Canalone Miramonti“ von Madonna di Campiglio statt. Mit den Plätzen neun, elf und 27 in der Qualifikation konnten sich Toni Palzer, Toni Lautenbacher und Josef Huber für die Finalläufe qualifizieren.

Jacqueline Brandl und Junior Seppi Pelzer verpassten bei ihrem ersten Weltcup-Sprint den Einzug in die Finals.

Toni Palzer erreichte mit Platz zwei im Viertelfinale die nächste Runde. Mit etwas Glück und aufgrund der Disqualifikation des Schweizers Werner Marti konnte auch Toni Lautenbacher in das Halbfinale einziehen. Für Josef Huber war in dieser Finalrunde leider Schluss. Toni Lautenbacher hatte im Halbfinale etwas zu wenig Zug in der Tragepassage – damit erreichte der Athlet aus Benediktbeuern nicht die letzte Runde, am Ende landete er auf dem 10. Platz.

Nach einem spannenden Halbfinale wäre eigentlich auch für den Ramsauer Toni Palzer Schluss gewesen, die Disqualifikation des Schweizers Arno Lietha wegen eines zu leichten Skis aber hatte für Palzer die unerwartete Teilnahme am Finale zur Folge. Mit Platz sechs im Endklassement waren es für Palzer wieder wichtige Punkte im Kampf um den Gesamtweltcup.

Vertical Rennen – Palzer fixiert Vertical- und Gesamtweltcup

Ein Genua-Tief hüllte das frühlingshafte Madonna di Campiglio innerhalb kürzester Zeit in ein weißes Kleid und brachte tief winterliche Verhältnisse für das Vertical-Rennen mit sich. Für die Athletinnen und Athleten aus aller Welt galt es, 600 Höhenmeter zur Bergstation des Monte Spinale zu bewältigen.

Vom Start weg war Toni Palzer an der Spitze des Feldes präsent und kam in einem sehr knappen Rennen auf Platz fünf. Diese Platzierung brachte für den Ramsauer viel Erleichterung und Freude mit sich: Sowohl Platz zwei im Vertical-Weltcup, als auch der zweite Rang im Gesamtweltcup waren so in trockenen Tüchern.

Stabsgefreiter Toni Lautenbacher erreichte das Ziel am Monte Spinale auf Platz 22. Oberstabsgefreiter Josef Huber und Thomas Trainer kämpften sich durch das Schneetreiben und kamen auf die Ränge 36 und 39.

Jacqueline Brandl landete am Ende auf dem Platz 19 und Seppi Pelzer bei den Junioren auf Rang 14. Beiden konnten weitere wichtige Weltcuperfahrung sammeln.

Individual Rennen

Wie schon so oft in dieser Saison musste der Individual-Bewerb den vorherrschenden Witterungs- und Lawinenverhältnissen angepasst werden. Auch wenn es nicht möglich war, das Rennen im spektakulären Gelände der Brenta-Dolomiten auszurichten, so schafften es die Veranstalter zum großen Saisonfinale ein würdiges und anspruchsvolles Rennen auf die Beine zu stellen: Drei lange Anstiege und 1670 Höhenmeter versprach das Höhenprofil für die Herren, 1458 Höhenmeter für die Damen und Junioren.

Im letzen Rennen ihrer Weltcup-Karriere zeigte die Allgäuerin Susi von Borstel eine starke Vorstellung und lief am Ende auf Platz 15.

Jacqueline Brandl kämpfte sich durch ihr erstes Weltcup-Individual und kam auf Rang 23.

Für Toni Palzer fand das letzte Individual der Saison leider bereits am ersten Anstieg ein vorzeitiges Ende. Wegen eines Infekts musste der Ramsauer entkräftet aussteigen. Toni Lautenbacher und Josef Huber mussten ebenfalls verletzt aufgeben. Oberstabsgefreiter Thomas Trainer verpasste mit Platz 32 sein angepeiltes Ziel, unter die die Top-30 zu kommen, nur knapp.

Bei den Junioren erreichten Thomas Kletzenbauer und Seppi Pelzer die Ränge 13 und 15.

Text: DAV

Fotos: DAV/Andreas Hartmann; ISMF/Maurizio Torri

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