27 Sportholzfäller aus insgesamt sieben Nationen Europas kämpften in Seefeld (Österreich) um den European Nations Cup 2023. Um den prestigeträchtigen Titel für das eigene Land zu gewinnen, genügt nicht die Leistung eines Einzelnen, sondern das gesamte Team muss seine Leistung abrufen. Dies gelang den Pro- und Rookie-Athleten aus dem hohen Norden am besten: Skandinavien verteidigte seinen Titel erfolgreich vor Frankreich und Polen.

Am Ende hat es zur Titelverteidigung gereicht: Zu dominant war der Auftritt der Athleten aus Schweden und Dänemark, die von Beginn an das Tableau anführten. Edvin Karlsson leitete den Gesamtsieg mit einem fulminanten Auftritt beim Rookie-Wettkampf ein, indem er alle vier zu absolvierenden Disziplinen für sich entschied und so die maximale Punkteausbeute für sein Team markierte. Da auch sein dänischer Rookie-Kollege Esben Pedersen solide punktete, gingen die Skandinavier mit einem Polster in den entscheidenden Pro-Wettkampf. Dort ließen sich die beiden schwedischen Top-Athleten Ferry Svan und Emil Hansson, der nebenbei den Pro-Wettkampf für sich entschied, die Führung nicht mehr nehmen: „Wir wollten natürlich unseren Titel verteidigen. Ich selbst habe heute keine gute Leistung gebracht, aber wenn einer mal nicht performt, kann sein Team das auffangen“, fasste Ferry Svan die Besonderheit des European Nations Cup zusammen.
Die Athleten aus Frankreich entpuppten sich als härteste Kontrahenten für die Skandinavier. Schon zur Halbzeit, nach dem Rookie-Wettkampf, rangierten die Franzosen nach starken Leistungen ihrer Rookies Loic Voinson und Vincent Rousselle auf dem zweiten Platz. Bei den Pros stießen dann mit Pierre Puybaret und Alexandre Meurisse beide französische Athleten in die Finalrunde vor und machten somit sogar noch Punkte auf den Spitzenreiter gut. Am Ende blieb es dennoch bei der wohlverdienten Silbermedaille.

Auch die Polen verdienten sich ihre Medaille redlich. Das Team um den Weltklasse-Sportholzfäller Michał Dubicki lag nach dem Rookie-Wettkampf einen Platz hinter dem Podium und stand somit unter Zugzwang, wollten sie mit Edelmetall in die Heimat zurückkehren. Michał und Marcin Dubicki, der neben seinem Bruder im Pro-Wettkampf startete, zeigten aber die richtige Reaktion und hievten ihr Team auf den letzten Metern noch aufs Podium – nur einen halben Punkt vor den viertplatzierten Österreichern. Größten Anteil daran hatte Michał Dubicki selbst, der im Pro-Wettkampf den zweiten Platz belegte. Hinter den Gastgebern, bei denen vor allem Pro Armin Kugler mit dem dritten Platz in  der Einzel-Wertung auf sich aufmerksam machte, reihten sich die Mannschaften aus der Schweiz, Deutschland und Italien auf den Plätzen fünf bis sieben ein.

Deutsche Sportholzfäller blieben unter ihren Möglichkeiten

Nach zweimal Silber in den letzten Jahren reichte es für das deutsche Team in 2023 nur für den sechsten Platz. Die Pros Danny Martin (Sinntal, Hessen) und Marcel Steinkämper (Minden, NRW) sowie die Rookies Tim Anthofer (Rottenburg, Baden-Württemberg) und Leon Pesch (Zülpich, NRW) mussten sich gegen die starke Konkurrenz geschlagen geben. Trotz einiger persönlicher Bestzeiten blieb das deutsche Team hinter den eigenen Möglichkeiten zurück und spielte so bei der Medaillenvergabe in Seefeld keine Rolle.

Punkte für den Gesamtsieg

Die Ergebnisse des Rookie-Wettkampfs als auch des Pro-Wettkampfs dienten gleichwertig als Basis für die Nationenwertung: So sammelte der Gewinner eines Wettkampfs 25 Punkte für sein Land, der Zweitplatzierte erhielt noch 20 Punkte bis hinunter zu nur einem Punkt für den Letztplatzierten. Die für ein Land erworbenen Punkte wurden durch die Anzahl seiner Athleten geteilt.

Weitere Informationen zu den Wettkämpfen und die vollständigen Ergebnisse gibt es in der STIHL TIMBERSPORTS® Database.

Text und Fotos: STIHL TIMBERSPORTS®

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