Deutscher Jubel im Fleimstal

FIS nordic world ski championships, nordic combined, individual gundersen HS134/10km, Val di Fiemme (ITA)Bei den FIS Nordischen Skiweltmeisterschaften im italienischen Val di Fiemme sorgten die Skiathleten des Deutschen Skiverbandes mit einem Titel und 4-mal Edelmetall für gute Laune! Es war wie verhext! Die deutschen Kombinierer, die sich vor der Weltmeisterschaft durch Seriensiege in die absolute Favoritenrolle gelaufen und gesprungen hatten, konnten in der ersten WM-Woche einfach keinen Sieg landen! Beide Titel gingen an die hervorragenden Franzosen. Zwar lief es von der Normalschanze für Björn Kircheisen sehr gut und für Titelverteidiger Frenzel nicht schlecht, aber Jason Lamy Chappuis lief besser. In einem packenden Finale reichte es für Kircheisen im Fotofinish zu Bronze. Damit gewann der Altmeister das erste Edelmetall für den DSV. Das Team-Springen fand unter extrem wechselhaften Bedingungen statt und Deutschland wurde auf Rang 6 verblasen.

In der zweiten Woche der Weltmeisterschaft wendete sich das Blatt, und auf der Großschanze legten die deutschen Kombinierer richtig los. SU (FA) Erik Frenzel hatte noch eine Rechnung offen: Der Athlet vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal demonstrierte Stärke, als er sich mit 138 Metern im Einzel an die Spitze setzte. Danach lief er ein einsames, weltmeisterliches Rennen zu seinem zweiten Titel. Einen ähnlichen Ausgang versprachen der Sachse und OFw Tino Edelmann im Team-Sprint, den sie ebenfalls als Erste eröffneten. Trotz eines Sturzes von Tino Edelmann holte das DSV-Duo am Ende Bronze – die Nordischen Kombinierer waren wieder einmal die erfolgreichste DSV-Mannschaft bei einem Titelkampf!

Edelmetall gab es auch für die Skispringer! Mit Silber und Bronze holten die deutschen Quartette – einmal mit weiblicher Beteiligung – die Medaillen Nummer 4 und 5. Das Team-Silber der Herren unterstrich noch einmal, dass mittlerweile alle eingesetzten deutschen Adler vorne mitmischen können; auch wenn es zu einer Einzelmedaille knapp nicht gereicht hat. Mit Rang 4 von Severin Freund und zwei 6. Plätzen von Richard Freitag wurde am Podium aber schon mal angeklopft.

Bei der WM-Premiere des Mixed-Wettbewerbs glänzten Carina Vogt und Ulrike Gräßler mit guten Weiten und sicherten mit Freund und Freitag Bronze. Carina Vogt machte als 5. auch im Einzel eine gute Figur.

Obwohl es bei dieser Weltmeisterschaft keine Medaille für den deutschen Langlauf gab, wurde deutlich, dass insbesondere die Damen im Vergleich zum Vorjahr einen großen Sprung nach vorne gemacht haben. Und das lag nicht nur an Biathletin Miriam Gössner, die im 10-Kilometer-Rennen Bronze denkbar knapp verpasste. Neben Gössners starkem Auftritt ist auch Nicole Fessels Leistung hervorzuheben, die mit Platz 5 über 30 Kilometer ihr bestes WM-Resultat überhaupt erreichte. Denise Herrmann, Axel Teichmann und Tobias Angerer liefen über 15 Kilometer beziehungsweise im Skiathlon ebenfalls unter die besten 10 der Welt. Im Team-Sprint und bei den Staffeln hatte man den DSV-Mannschaften die größten Medaillenchancen eingeräumt. Zu zweit wurden Platz 8 und 9, zu viert Top-5-Ergebnisse erreicht – da ist fraglos noch Luft nach oben, von dort aus sieht man die Medaillenränge aber auch schon ganz gut!

Mit 9 weiteren Top-10-Platzierungen der Langläufer sowie 5 Medaillen der Kombinierer und Springer ist der Weg nach Sotschi gut zu gehen, weitere Schritte nach vorne können folgen!

www.deutscherskiverband.de

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