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Ricarda Funk und Behling/Becker paddeln wieder aufs Podest

Abgelegt in Allgemein, Kanusport von am 15. Dezember 2017 0 Comments • views: 384

Die Titelkämpfe des Weltverbandes im Kanu-Slalom fanden auf der Nordseite der Pyrenäen erstmals gemeinsam mit denen im nichtolympischen Wildwasserrennsport und in der neuen Disziplin Slalom-Cross – hier starteten mit Feldwebel Hannes Aigner, Unteroffizier (FA) Stefan Hengst, Unteroffizer Caroline Trompeter und Selina Jones (Augsburg) auch etablierte Vertreter der deutschen Kanu-Slalom-Szene – ausgetragen. Das vollgepackte Wettkampfprogramm auf dem Kurs, der für seine oft und in kurzen Abständen wechselnden Strömungsverhältnisse bekannt ist, streckte sich so über fast eine Woche. Dabei fanden noch vor den Einzel-Qualifikationen die Entscheidungen in den Teamfinals statt, ungewohnt, aber mit zumeist positiver Resonanz bei Trainern und Aktiven.

Gold und Silber zum WM-Auftakt

So gab es im DKV-Team gleich am ersten WM-Tag Grund zum Jubel. Stabsunteroffizier (FA) Ricarda Funk, Stabsunteroffizier (FA) Jasmin Schornberg und Lisa Fritsche (Halle/S.) paddelten im Wildwasserstadion von Pau die schnellste Zeit im Kajak-Einer und blieben fehlerfrei. Das deutsche Trio sicherte sich vor den Mannschaften Österreichs und Australiens den WM-Titel. „Der Lauf lief sehr gut und flüssig, wir konnten alle konstant weiterfahren, trotzdem war es sehr schwer einzuschätzen, wo wir am Ende liegen werden“, fand Ricarda Funk, die mit ihren Teamkolleginnen bereits als vierte von 17 Mannschaften auf den Kurs gegangen waren. Jasmin Schornberg empfand es als „cool, dass wir die ganzen anderen Teams noch beobachten und mitfiebern konnten und das es am Ende wirklich keiner mehr geschafft hat, davor zu fahren. Wir haben uns mega gefreut!“


Silber gewannen die Herren im Canadier-Zweier mit Robert Behling/Thomas Becker (Schkopau), Stabsunteroffizier (FA) Kai und Stabsunteroffizier (FA) Kevin Müller, sowie den amtierenden Weltmeistern Franz Anton/Hauptfeldwebel Jan Benzien. Trotzdem war Franz Anton am Ende ein wenig traurig: „Schade, dass nur vier Teams am Start waren und das Rennen deswegen keine offizielle Weltmeisterschaft war. Das schmälert den Erfolg doch ein wenig.“ Das sah auch Disziplincoach Eric Mendel so, „trotzdem hätten alle vier Teams aufgrund ihrer Qualität auch aufs Podest fahren können. Die Berührung von Robert und Thomas war schade, aber die Franzosen waren wirklich stark und haben zu Recht gewonnen.“ Bronze gewann die Mannschaft der Slowakei.
Im Ziel glaubte auch die deutsche Canadier-Einer-Mannschaft mit Sideris Tasiadis (Augsburg), Franz Anton und Nico Bettge (Leipzig) Bronze gewonnen zu haben. Doch nach Analyse des Videosignals wurde dem französischen Team noch eine Berührung und damit zwei Strafsekunden gestrichen. Die Gastgeber holten Bronze, dem DKV-Team blieb Rang vier. Gold ging an die Slowakei vor Großbritannien. Die Kajak-Herren-Mannschaft mit Stabsunteroffizier (FA) Sebastian Schubert, Stabsgefreiter d.R. Alexander Grimm und Stabsunteroffizier (FA) Fabian Schweikert paddelte beim Sieg des tschechischen Teams auf den fünften Rang. Silber gewann Frankreich, Bronze Slowenien. Siebte wurden Andrea Herzog, Lena Stöcklin (Leipzig) und Birgit Ohmayer (Augsburg) in der Canadier-Einer-Mannschaft der Damen. Hier standen Großbritannien, Australien und Tschechien auf dem Podest.

Neue Situation, aber „Vorbereitung gut gelungen“

DKV-Cheftrainer Michael Trummer war nach WM-Abschluss zufrieden mit seiner Mannschaft: „Wir sind mit der Zielstellung zwei Medaillen in den Einzeldisziplinen mit nach Hause zu nehmen nach Frankreich, in die Höhle des Löwen, gefahren. Dieses Ziel haben wir erreicht, dazu noch Gold und Silber in den Mannschaften gewonnen. Wir waren bis auf die Damen im Canadier-Einer in allen Finals stark vertreten, auch heute in den abschließenden Finals konnten wir dort wieder jeweils zwei Boote platzieren. Dort ist immer alles möglich, die Athleten müssen volles Risiko gehen. In einem nacholympischen Jahr muss man den Aktiven auch die Chance geben, ein bisschen durchzuatmen und neu zu starten in den Zyklus, der erst 2020 in Tokio endet. Die lange Pause im Sommer war für uns eine neue Situation, die uns die Chance auf ein wenig Urlaub bot, um danach einen Neuaufbau Richtung WM zu beginnen. Wenn wir die Ergebnisse betrachten, dann ist uns die Vorbereitung gut gelungen.“

Text und Fotos: DKV / Jochen A. Meyer

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