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Sensationelles Silber bei Olympia-Debüt

Abgelegt in Olympische Spiele 2018, Rodeln, Spitzensport von am 21. März 2018 0 Comments • views: 233

Die deutsche Titelverteidigerin Natalie Geisenberger holte sich bei ihren dritten Olympischen Winterspielen die dritte Goldmedaille ihrer Karriere und verwies mit beindruckender Nervenstärke sowie vier konstant starken Läufen die internationale Rennrodel-Elite auf die hinteren Plätze.
Oberfeldwebel Dajana Eitberger sorgte am Entscheidungstag sicherlich für die Überraschung des Tages: Die 27-jährige Ilmenauerin sicherte sich bei ihren ersten Olympischen Spielen die Silbermedaille und krönte mit diesem Ergebnis ihre starke Saison 2017/18, in der sie zugleich Zweite im Gesamtweltcup geworden war: „Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich mich in meinen zwei Wettkampftagen voll auf das Rennen fokussieren werde und dann werde ich feiern. Ich habe es geschafft, hierher zu kommen, ich habe so hart an meiner Performance und mit Rückschlägen gekämpft in den letzten Jahren, habe meine zwei Wettkampftage absolviert und jetzt kann ich 1,5 Wochen hier so richtig die Sau rauslassen und feiern.“
Für Hauptfeldwebel Tatjana Hüfner, eine der Top-Garanten auf olympisches Edelmetall, ging bei ihren vierten Spielen dieses Mal leider ohne Medaille aus. Sie musste sich der Kanadierin Alex Gough geschlagen geben und wurde mit 0,481 Sekunden Vierte.

Gold für die beiden „Tobis“, Bronze für „Toni“

Das bayerische Doppelsitzer-Duo um Hauptfeldwebel Tobias Wendl und Tobias Arlt konnten ihren Titel erfolgreich verteidigen und gewann die Goldmedaille. Für den „Bayernexpress“ ist dies das insgesamt dritte Olympia-Gold ihrer Karriere: „Wir hatten gestern im letzten Trainingslauf einen Sturz und normalerweise braucht man ein, zwei Läufe, um sich wieder zu sortieren. Ich war von uns überrascht, dass wir das heute so cool runtergefahren haben. Wir waren entspannt, da wir bereits die Goldmedaille von Sochi haben und wir gewusst haben, was wir können. Und jetzt wieder hier ganz oben zu stehen, ist super. Während der Saison haben wir unser Material optimieren können, immer mit Blick auf die Spiele in Korea. Die Rechnung ist aufgegangen. Wir sind allerdings nicht auf Risiko gefahren, da vor allem die Kurve 9 nichts verzeiht – wir wollten einfach sicher runterfahren.“
Mit Start- sowie Laufbestzeit im ersten Lauf legten Wendl/Arlt eine starke Basis für Lauf zwei, in dem sie mit einer perfekten Fahrlinie erneut einen reibungslosen Lauf in den Eiskanal zauberten.
Für das zweite deutsche Edelmetall sorgten an diesem Tag Stabsunteroffizier (FA) Toni Eggert und Sascha Benecken. Eher als Top-Favoriten für die Goldmedaille gehandelt, mussten sich die beiden Überflieger der Saison 2017/18 allerdings zum zweiten Mal bei Olympischen Spielen ihren bayerischen Teamkollegen geschlagen geben.
Mit 0,290 Sekunden Rückstand sicherten sich Eggert/Benecken ihr erstes olympisches Edelmetall und gewannen Bronze: „Wir hatten eine fantastische Saison und haben so ziemlich alles gewonnen, was man gewinnen konnte. Dieser Favoritenrolle muss man auch erst einmal gerecht werden, das ist nicht so einfach – und ich denke, dass wir mit der Bronzemedaille der Favoritenrolle auch gerecht geworden sind und unsere Saison damit perfekt abschließen. In vier Jahren ist das Ziel ganz klar – da wollen wir dann Gold gewinnen.“

Gold für deutsche Team-Staffel

Deutschland ist und bleibt die Rodelnation Nummer eins: Als krönenden Abschluss der Rennrodel-Wettkämpfe bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang sicherte sich das deutsche Team die Goldmedaille und verteidigte somit erfolgreich ihren Titel – bei den Spielen in Sochi im Jahr 2014 stand das Format der Team-Staffel erstmals im olympischen Programm. Damals gewannen Natalie Geisenberger, Felix Loch sowie Hauptfeldwebel Tobias Wendl und Tobias Arlt Gold.
Bei den Spielen 2018 ging die deutsche Mannschaft mit einer etwas anderen Besetzung an den Start: Statt Felix Loch fuhr Bronzemedaillengewinner Johannes Ludwig, bei den Damen und bei den Doppelsitzern starteten wie bereits vor vier Jahren Natalie Geisenberger und das Duo Wendl/Arlt.
Mit neuem Bahnrekord (2:24.517) setzte die deutsche Mannschaft geschlossen vier einwandfreie Läufe in den Eiskanal und bewies einmal mehr, dass sie das Maß aller Dinge im Rennrodelsport ist: „Ein Team-Erfolg ist immer etwas ganz Besonderes, weil man sich zusammen freuen kann. Wir haben das heute alle sehr gut gemacht und sind überglücklich, dass wir Gold holen konnten. Jeder hat das irgendwie erwartet von uns, daher sind wir jetzt sehr erleichtert und glücklich über die Medaille. Dass wir bei der Team-Staffel wieder ganz oben stehen, ist der perfekte Abschluss für uns Rodler.“

Text: BSD Fotos: BSD/Eslage

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