Kosmonaut mit Carbonstab – Torben Blech, der neue deutsche Überflieger im internationalen Stabhochsprung-Zirkus

In seiner letzten Nominierungsrunde für die XXXII. Olympischen Sommerspiele widmete sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) der Inthronisation der nationalen Tokio-Mannschaft im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Zu den Top-Leichtathleten, die das große Los für ihren Auftritt im neuen Tokioter Nationalstadion ziehen konnten, gehört auch Carbon-Kosmonaut Torben Blech. Der westdeutsche Überflieger innerhalb der nationalen Stabhochsprung-Elite konnte in diesem Jahr schon mit Höhen weit über die 5,80 Meter glänzen und sich damit zwischenzeitlich auf Rang sechs der Weltbestenliste katapultieren. Im internationalen Springer-Zirkus zukünftig ein gehöriges Wörtchen mitzureden, ist einer jener Motivationsschübe, mit denen der Ex-Zehnkämpfer seine intrinsischen Kapazitäten aktiviert.

Neben seine oftmals explosiv herausbrechende Wettkampfaggressivität gesellt sich bei Torben Blech auch jenes unbändige Kraftpotential, das der 26-jährige zukünftig noch stärker bündeln und in neue Höhenflüge umsetzen will. Um diesen Akkumulationsprozess jetzt wesentlich stringenter vorantreiben zu können, ist der Psychologie-Student seit Herbst letzten Jahres auch Sportsoldat der Bundeswehr. Beim internationalen Stabhochsprung-Auftakt ANHALT21 im Paul-Greifzu-Stadion in Dessau traf der Berliner Sportjournalist und Korrespondent Spitzensport Volker Schubert den frisch bestellten Militärathleten zum Smalltalk – ein Feature nebst Blitzinterview exklusiv für Bundeswehr Sportmagazin.

Torben Blech, der Sportsoldat des legendären Leichtathletik-Clubs TSV 04 Bayer Leverkusen ist mit an Bord, wenn die Langstreckenmaschine mit der Nationalmannschaft des DLV auf der Rollbahn des Narita International Airport in Japan zum Stehen kommt. Innerhalb mehrerer Nominierungsrunden benannte der DOSB Deutschlands olympische Kernmannschaft einschließlich der sogenannten „Alternate Athletes“. Das Bundesadler-Team wird sich dementsprechend aus insgesamt 438 Spitzensportlern der jeweiligen Olympiasportarten zusammensetzen, die im Land der aufgehenden Sonne ab dem 23. Juli bei den Covid19-bedingt um ein Jahr verschobenen Olympischen Sommerspielen an den Start gehen werden. In seiner finalen Olympia-Bestallung bediente sich der DOSB erstmals des veränderten Qualifikationssystems des Leichtathletik-Weltverbands World Athletics, der zuvor ein zweigleisiges System implementierte, mit dem Topleichtathleten die heißbegehrten offiziellen Olympia-Tickets nun deutlich flexibler „buchen“ können.

Entlang dieser neuen Richtlinien ist es erstmals auch für Deutschlands nationale Leistungsträger möglich, sich sowohl über die bisher geltenden Olympia-Normen als auch über die neu geschaffene Weltrangliste für die Sommerspiele im japanischen Tokio zu qualifizieren. Erst bei der letzten Nominierungsrunde widmete sich der DOSB den Auswahlkriterien zur Benennung der deutschen Spitzenleichtathleten, bei der neben den deutschlandweiten Olympiastützpunkten (OSP) ferner auch der bedeutende OSP Nordrhein-Westphalen/Rheinland auf der Agenda stand. Und damit die sportliche Heimat des aufstrebenden Carbon-Kosmonauten Torben Blech, der für seine Höhenflüge weder Raketenantrieb noch Sauerstoff benötigt. Das Arbeitsgerät für seine irdischen Überflüge ist dennoch hochmodern: Die extrem biegsamen Carbon-Fasern der neusten Generation von Sprungstäben lassen längst Höhenrekorde jenseits der Sechs-Meter-Atmosphäre zu.

Fabelweltrekord: 6,18 Meter sind im Stabhochsprung das Maß aller Dinge

So liegt der Hallenweltrekord derzeit bei unglaublichen 6,18 Metern, der in der Freiluftarena bei ebenfalls schwindelerregenden 6,15 Metern. Beide Fabelhöhen wurden noch vor der Dekaden-Wende durch den turnerisch wie athletisch supertalentierten Schweden Armand Duplantis erzielt. In Tokio wird der gerade einmal 1,81 Meter große und rund 70 leichte Kilo auf die Waage bringende Quantenspringer auf den deutschen Tokio-Ticket-Inhaber Torben Blech treffen. Seit gut drei Jahren schwingt sich der westdeutsche OSP-Leichtathlet nun zusehends in beachtliche Höhen, will in Tokio gleichwohl um olympischen Lorbeer fighten, wie er gegenüber Bundeswehr Sportmagazin wissen ließ.

Zur Entfaltung seiner mentalen Kapazitäten bringt Torben Blech schon mal seinen Ohrwurm zum Erklingen – ganz konkret einen Liedertext der kölschen Musikband Kasalla, den er längst zu seiner Überfliegerhymne erkoren hat. Denn wenn Torben Blech mit rhythmischem Klatschen seine Fangemeinde anfeuert, lautstark mit zu applaudieren, ertönt das stimmlich orchestrierte „komm mit, wir fliegen zu den Sternen und zurück“ in einem instrumentalen Klanggewand, das mundartgerecht vom jenem „Stäänefleejer“ kündet, der er selbst zu sein vermag. Für Torben Blech offensichtlich ein maßgeschneiderter Song, denn zu genau dieser Melodie schwang sich der Leverkusener Sternenflieger in diesem Winter zu 5,86 Meter auf – seiner weiterhin gültigen Bestleistung. Das geschah mitten in Corona-Deutschland, beim neuen ISTAF-Event in Düsseldorf, wo die nordrhein-westfälische Sportmetropole Anfang Februar absolute Weltklasse-Leichtathletik präsentierte.

Und nur wenige Tage später, beim Spreeathener Partner- ISTAF, schwang sich Torben Blech erneut unter kölschen Klängen formstabil in jene internationale, Spreu vom Weizen trennende Sphäre, nämlich zu seinem dritten 5,80 Meter Überflug dieses Jahres auf. Mit seinen 5,86 Metern an der Rheinmetropole, gehört der ehemalige Zehnkämpfer, der sich nun seit drei Jahren intensiv dem Stabhochsprung widmet, klar zur internationalen Konkurrenten-Szene. Die Kunst der Schwerkraftüberwindung, der Moment des bewussten Abhebens, das rechtzeitige Lösen vom Sprungstab mit all seinen turnerischen Aspekten über der Latte, erfordert bei aller Fokussierung auf den kinetisch perfekten Bewegungsablauf vor allem unbedingte Entschlossenheit. Und das exakte Quäntchen Aggressivität: Jene Explosivkraftdosis also, die beim Zuviel zwar zu reichlich Flughöhe führt, es wegen der flugenergetischen Überdosis aber an der erforderlichen Feinsteuerung ermangeln lässt, um die Latte regelgerecht aufliegend überqueren zu können.

Sternenflieger ist Psychologie-Student und Sportsoldat

Sein enormes Kraftpotential und die unbedingte Beherztheit – athletisch auf 1,93 Meter und zirka 85 Kilo Wettkampfgewicht verteilt – will der Spitzensportler mit dem Hang zu Körperkraft-gemachten Sternenflügen zukünftig noch stärker bündeln. Um seine spitzensportliche Fokussierung nebst seines Psychologie-Studiums auf das zumindest sozial verträgliche Maß hin absichern zu können, ist der 25 Jahre alte, an der Universität Köln immatrikulierte Student, seit letzten Herbst dem Spitzensportfördersystem der Bundeswehr beigetreten. Seine Hallensaison erfolgte deshalb auch sichtbar unter dem Label der militärischen Sportfördergruppen der Bundeswehr: In feiner Naht um den Bundesadler gestickt, zumindest wenn die Athleten die offiziell ausgegebene Truppenbekleidung des weltweit bekannten bayrischen Drei-Streifen-Herstellers tragen.

Also, fast wie bei ANHALT21 im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion, wo Torben Blech allerdings nur mit dem stofflichen Billig-Aufnäher der „Unternehmensmarke Bundeswehr“ aufwarten konnte. Ein Sprungstab-affines Stelldichein der Extraklasse war der Dessauer Freiluftauftakt für Torben Blech indes dann schon. Seine Konkurrenz folglich hochkarätig, denn im Wartebereich, rund dreißig Meter vor dem Einstichkasten, tummelten sich neben dem Deutschen Oleg Zernikel vom ASV Landau keine Geringeren als die beiden international erfolgreichen Modellathleten Piotr Lisek und Sam Kendricks – sowohl der polnische Rekordhalter und dreifache WM-Medallist 2010er Dekade als auch der US-amerikanische  London- und Doha-Weltmeister, konnten in ihrer sportlichen Laufbahn bereits Top-Höhen von über sechs Metern erzielen.

ANHALT21: Höhenduelle gegen böige Winde

Doch auch für diese Weltklassespringer bot ANHALT21 alles andere als Zuckerschleck-Bedingungen: So musste die gesamte Stabhochsprung-Konkurrenz fortwährend gegen teils stark böige Winde ankämpfen. Am Ende ein meteorologisches Vabanquespiel bei dem sich der US-amerikanische Sonnyboy aus dem US-Bundesstaat Mississippi als formstabilster Athlet durchsetzen konnte. Nach seiner übersprungenen Höhe von 5,80 Meter versuchte sich der US-Weltmeister und Amerika-Rekordhalter (Freiluft-Besthöhe 6,06 Meter) noch dreimal am Meeting-Rekord, scheiterte in seinem dritten wie letzten Versuch an der ANHALT21-Bestmarke über 5,91 Meter schließlich denkbar knapp. Nach mehreren vergeblichen Versuchen musste sich Torben Blech mit seinen beim dritten Versuch mit übersprungenen 5,45 Metern auf Rang drei zufriedengeben; vor seiner deutschen Konkurrenz, denn mit Rang zwei und überquerten 5,50 Metern konnte Oleg Zernikel seine persönliche Saisonbestleistung erneut bestätigen. Piotr Lisek (Freiluft-Besthöhe 6,02 Meter) wurde Fünfter, da er seine überflogenen 5,45 Meter erst im fünften Versuch realisieren konnte.

Mit seinem ANHALT21-Sieg gewann Sam Hendricks auch ein indirekt ausgetragenes Militärduell, denn der US-Amerikaner ist seit 2017 Reserve-Offizier der US-Army. Und ein Patriot, wie er im Buche steht. So brach Sam Kendricks 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio während der Stabhochsprung-Qualifikation seinen gerade gestarteten Anlauf abrupt ab, wechselte ins militärisch-formale Stillgestanden und sang die amerikanische Nationalhymne mit, als ein US-Mannschaftskamerad zeitgleich mit Olympiagold geehrt wurde. Dass die US-Hymne für Soldat Kendricks vorgehe, wie er mit stolzer Stimme danach meinte, ließ den Rio-bronzierten US-Höhenjäger in den Staaten gleich ein zweites Mal zum Leichtathletik-Topstar arrivieren. Ein seelisch tiefgehender Patriotismus, wie ihn die Amerikaner lieben. Trotz des maximalen Desinteresses, das deutschen Soldaten jüngst nach der Afghanistan-Rückkehr im eigenen Land entgegenwehte, existieren zwischen dem Militärathleten Torben Blech und seinem US-Kameraden durchaus Parallelen: So wird es der Deutsche Hallenmeister von 2021 wohl nie zur fliegerischen Eleganz und Leichtigkeit eines reinrassigen Stabhochspringers bringen. Und dennoch, sein beeindruckender Leistungsanstieg entstammt seinem enormen Kompensationstalent – es ist das schlummernde Kraftpaket in ihm, dass Torben Blech zusehends wohldosiert in neue Höhenflüge ummünzen kann.

US-Patriot: Von Kendricks lernen, heißt siegen lernen

Vergleichbar mit dem Kompensationsvermögen seines US-Rivalen Kendricks, dessen Weg in die Leichtathletik väterlicherseits vorgezeichnet war. Anders als der Leichtathletik-Früheinsteiger Torben Blech, war der engagierte Army-Reservist zu seinen High-School-Zeiten weder besonders schnell noch kräftig; dafür aber ausgewöhnlich lernbereit und stets gewillt ebenso beharrlich wie diszipliniert zu trainieren. Vor allem an jenen kinetischen Stellschrauben und sportwissenschaftlichen Komponenten, die das beeindruckende Potential einer individuellen Perfektionierung hinsichtlich der stetigen Optimierung entlang der Stabhochsprungtechnik in sich bergen. Und so geht Sam Hendricks internationaler Erfolg auf ein sehr spezifisch ausgerichtetes Trainingsprogramm mit einer ebenso speziell ausgeformten Eigenheit zurück: Anders als seine Konkurrenz, benutzt der US-Athlet einen rund 35 Zentimeter kürzeren Sprungstab. Eine im Grunde einfach erscheinende konstruktive Veränderung, die dem Weltmeister biomechanisch aber einen technisch exakt auf ihn zugeschnittenen Absprung verschafft, wie sein Amerika-Rekord nur zu eindringlich beweisen dürfte. Spitzensportliche Abholpunkte, über die sich der Berliner Sportjournalist und Korrespondent Spitzensport Volker Schubert nach dem abendlichen Flug-Event bei ANHALT21 mit dem noch frisch gebackenen Sportsoldaten Torben Blech austauschte.

Torben Blech: Bei 5,80 Meter plus dauerhaft festbeißen

BwSportMag: Torben Blech, Dein Nachname korrespondiert ja durchaus mit jenem instrumentalen Material, aus dem Trommeln hergestellt werden. Und die scheinen in den vergangenen Monaten in der Stabhochsprung-Szene unüberhörbar Deinem Namen geschlagen zu haben. Spätestens seit der Hallensaison im Frühjahr mit beständigen 5,80 Meter Überflügen bist Du eine Disziplingröße von internationalem Format. Da sind Deine leistungssportlichen Antennen doch sicherlich exakt Richtung Tokio ausgerichtet, was sind Deine nächsten vorolympischen Höhepunkte inklusive der kommenden Finals in Braunschweig?

Torben Blech: Ja, da liegst Du mit Deiner Beobachtung vollkommen richtig. Meine Hallensaison war ja auch ausgesprochen solide, im Rückblick sogar eine sehr gut verlaufene Wettkampfphase. Mein Auftritt bei den Hallen-Europameisterschaften ist leider nicht so optimal verlaufen, wie ich es mir von den zuvor abgelieferten Sprunghöhen her erhofft hatte. Was meine aktuell bisher erzielten Bestleistungen betrifft, da habe ich mich von den gesprungenen Höhen allerdings sehr gut festgebissen. Das zeigt ja auch die Hallenweltbestenliste mit Rang sechs insgesamt. Und was Tokio betrifft, ist das für uns Stabhochspringer in diesem Jahr natürlich die maximale Krönung an Herausforderungen. Da hoffe ich gegen die international wirklich absolut starke Konkurrenz einen sehr guten Wettkampf hinzulegen.

Deshalb sind Wettkämpfe jetzt auch enorm wichtig, weil ich hier die Möglichkeit habe, gegen starke internationale Konkurrenz anzutreten. Deshalb ist die Arena in Dessau auf jeden Fall eine erste wichtige Standortbestimmung für die Freiluftsaison auf dem weiteren Weg zu den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig sage ich mal. Ich glaube, ich bin im Moment noch nicht ganz bei 100 Prozent meiner Leistung angekommen, weshalb ich hier auch beim Wettkampf bei ANHALT21 und am kommenden Sonntag in Rehlingen gegen starke Konkurrenz antrete. Insgesamt alles in Vorbereitung für die Deutschen in Braunschweig, damit die Form dann auch wirklich stimmt.

BwSportMag: Mit dem sprungstarken Polen Piotr Lisek und dem US-Amerikaner Sam Kendricks, übrigens ein studierender Kamerad, weil aktiver Reserveoffizier, und Deinem ebenso beachtenswerten deutschen Konkurrenten Oleg Zernikel vom ASV Landau, dürfte Dein Mitstreiter-Umfeld genau Deinen zuvor geschilderten Wettkampfvorlieben entsprechen, stimmt‘s? 

Torben Blech: Ja, genau! Dessau bietet mir hier ein wirklich hochkarätiges Feld, das ist schon traditionell so. Und es ist immer gut, sich mit den Besten der Welt zu messen, die dann auch schon einmal ein bisschen zu kitzeln und dabei klar zu zeigen, dass es hier jemanden gibt, der ein gehöriges Wörtchen mitspricht. Und genau deswegen ist Dessau ein absolut spannendes Meeting, wo man vor allem schauen kann, wie man jetzt aus der Hallensaison in den Freiluftanlagen in Tritt kommt in der weiteren Vorbereitung, um dabei genau zu sehen, wo man gerade sportlich steht. Meine Entscheidung für Dessau ist auf jeden Fall der richtige Schritt in Richtung für meine weiteren Sommersaisonziele.

BwSportMag: Zum Stichwort Militär, den Patriotismus eines Sam Hendricks und Deine noch recht zarte Liaison mit der Bundeswehr gefragt: Du bist erst seit Herbst letzten Jahres Sportsoldat der Bundeswehr und zunächst wohl für ein Jahr verpflichtet.  

Torben Blech: Ich bin gerade Obergefreiter, bin letzten September bei der Bundeswehr gestartet. Ich muss sagen, ich bereue diesen Schritt nicht, habe viel Spaß und rein militärisch bisher die Allgemeine Grundausbildung absolviert. Ich habe hier bisher viele nette Kollegen kenngelernt, gerade bei uns in der Sportfördergruppe in Köln, muss ich sagen. Die kümmern sich wirklich um mich und halten einem dabei auch den Rücken frei. Ich bin superfroh, Teil dieser großen Familie zu sein und darauf auch stolz.

BwSportMag: Unsere momentane Dresdner 3.000 Meter Hindernislauf-Koryphäe, Karl Bebendorf, ist ja auch im letzten Herbst als Sportsoldat zur Truppe gestoßen. Wart ihr zwei da sogar in der gleich Grundausbildungskompanie und gemeinsam beim Leben im Felde und beim ersten Schießtraining unterwegs?

Torben Blech: Ja! Das ist richtig, wir zwei sind gemeinsam gestartet. Karl war in der gleichen Grundausbildung allerdings in einem anderen Zug.

Die Fragen stellte Berliner Sportjournalist und Korrespondent Spitzensport Volker Schubert exklusiv für Bundeswehr Sport-Magazin.   

Nach einer Leistungsdelle, die trotz so erfolgreich verlaufener Hallensaison nach ANHALT21 auch über die Braunschweiger Finals hinweg anhielt, gelang es Torben Blech schließlich das negative Höhendelta nun wieder zentimeterweise zu schließen. Zuletzt beim Düsseldorfer Special-Event, dem ersten Freiluft-Wettbewerb seit der Corona-Pandemie, der in einem Autokino stattfand – und der anstatt eines großformatig ausgestrahlten Action-Streifens dennoch für reichlich Spannung sorgte. Für die Leichtathletik-Gemeinde der Rheinmetropole ein Fliegermeeting, das die Fans bei heruntergelassenen Autoscheiben bestaunen konnten. Für Torben Blech ein binationaler Wettkampf, bei dem sich der Mainzer Sportfördergruppensoldat am Ende klar in den Mittelpunkt rücken konnte.

Flugshow an der Rheinmetropole: Carbon-Kosmonaut im Aufwind

Womöglich aber auch ein vorolympischer Höhepunkt, der ANHALT21-Erinnerungen wachrief, denn die deutsch-niederländische Flugschau musste aufgrund starker Sturmböen sogar kurzzeitig komplett unterbrochen werden. Wohl ANHALT21-gestählt arrangierte sich der Leverkusener Olympianominierte gleich zu Beginn mit den widrigen Winden, meisterte seine Siegerhöhe über 5,55 Meter als Einziger sogleich beim ersten Versuch. Insgesamt klimatische Wettkampf-Phänomene, gegenüber denen der fokussierte Carbon-Kosmonaut dann hoffentlich auch im Tokioer Nationalstadion in Richtung Finalteilnahme bestehen wird. Das wäre dem engagierten Sportsoldaten von der Sportfördergruppe Mainz bei seinen ersten Olympischen Spielen auf jeden Fall zu wünschen.

Text und Fotos: Volker Schubert  

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