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Fünfmal Edelmetall bei der EM im Fallschirmspringen

Filed in Allgemein, Fallschirmspringen, Spitzensport by on 19. September 2017 0 Comments • views: 57

Die Wettkampftage bei der neunten Europameisterschaft im Fallschirmspringen der klassischen Disziplinen, vom 26.08 – 31.08.2017 im montenegrinischen Podgorica, waren geprägt durch heiße Temperaturen und einer großen Portion an Geduld – und Strapazierfähigkeit aller Teilnehmer.
Die deutschen Farben wurden durch die Sportsoldaten der SportFGrpBw Altenstadt Hauptfeldwebel Stefan Wiesner, Hauptfeldwebel Elischa Weber, Hauptfeldwebel Christian Kautzmann, Stabsunteroffizier (FA) Christoph Zahler und dem ehemaligen Mitglied der Sport­FGrp Hauptfeldwebel a.D. Marco Pflüger vertreten. Neben der Männermannschaft gingen auch zwei Junioren, Unteroffizier (FA) Lukas Tschech und Hauptgefreiter Jonas Kammer, sowie Oberfeldwebel Evangelina Warich in der Frauenwertung an den Start.

In den ersten beiden Wettbewerbstagen musste sich die montenegrinische Organisation erst einmal einspielen bis die Wettkämpfe einigermaßen ins Rollen kamen. Grund dafür war unter anderem der nahe gelegene zivile Verkehrsflugplatz der Hauptstadt Podgorica, der immer wieder die beiden Absetzmaschinen vom Typ PC – 6 am Boden warten ließ.
Nicht nur den Wettkämpfern machte die trockene Hitze mit bis zu 40°C zu schaffen, sondern auch die elektronische Zielmessanlage kam an ihre Grenzen. Durch den Staub und die Hitze wurden sehr viele Fehlauslösungen produziert und so musste eine russische Wettkämpferin insgesamt 11 Wiederholungssprünge durchführen. Neben den elektronischen Problemen sorgten heftige Waldbrände in den umliegenden Bergen für eine sehr rauchige Luft und einer Sicht von nur wenigen Kilometern. Diese nebelartigen Umstände ließen nur an einem Wettbewerbstag Stilsprünge zu und so konnten an einem Vormittag zwei Runden für alle Teilnehmer absolviert werden, bevor erneuter Rauch die Sicht zum Flugzeug versperrte. Hauptfeldwebel Weber nutze die beiden Stilsprünge und sicherte sich mit nur 0,08s Rückstand Silber hinter seinem Erzrivalen aus Tschechien Libor Jirousek. Hauptfeldwebel Wiesner sorgte mit einem vierten Platz für eine gute Ausgangsposition für eine Kombinationsmedaille. Zur Freude von Allen belohnte sich Unteroffizier (FA) Lukas Tschech, mit zwei soliden Stilsprüngen und erkämpfte sich die Goldmedaille vor einem russischen und tschechischen Junior. Die einzige deutsche Dame, Oberfeldwebel Warich, landete im Stil unter den Top 15.
Leider konnten die Männer im Zielspringen als Mannschaft nicht mit den besten europäischen Teams mithalten und mussten sich zum Schluss mit dem achten Platz begnügen. Aber ihre guten Einzelkombinationsergebnisse aus dem Ziel – und Stilspringen verhalfen ihnen zur Bronzemedaille in der Mannschaftskombinationswertung hinter den Teams aus Weißrussland und dem Siegerteam aus Tschechien. Hauptfeldwebel Wiesner sicherte sich dank einer Top 10 Platzierung im Zielspringen und einem sehr guten vierten Platz im Stilspringen, die Silbermedaille in der Einzelkombinationswertung. Die Gold – und Bronzemedaille ging je an einen tschechischen Springer. Youngstar Unteroffizier (FA) Lukas Tschech krönte seine erste Europameisterschaft zusätzlich mit dem Gewinn der Silbermedaille in der Einzelkombination der Junioren.
Alles in allem waren diese Europameisterschaften mit fünf Medaillen eine sehr erfolgreiche für die deutschen Athleten und zeigen, dass trotz des krankheitsbedingten Ausfalls von Hauptfeldwebel Lehner und der zum Teil nicht ganz perfekten Vorbereitung ein sehr hohes Potential im deutschen Bereich der Klassiker besteht und die Nachwuchsförderung weiter ihre Früchte trägt.

Text: Sascha Lasotta

Fotos: SportFGrpBw Altenstadt

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